Jede vierte Krankenkasse hebt Zusatzbeitrag an

Berater von Stefan Terliesner

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen steigen schneller als die Einnahmen. Tendenz zur Anhebung hält über das Jahr 2017 hinaus an.

Krankenkassen erhöhen Zusatzbeitrag

27 Krankenkassen erhöhen den Zusatzbeitrag. Fotolia / kamasigns

„Der grundsätzliche Druck bleibt im System, die Tendenz zu steigenden Zusatzbeiträgen ebenso“, teilt die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, auf der Homepage des Verbandes der gesetzlichen Krankenkassen mit. Trotz guter Wirtschaftslage stiegen die Ausgaben der Kassen nach wie vor schneller als die Einnahmen. Über das Jahr 2017 hinaus geht Pfeiffer von „deutlich“ höheren Krankenkassenbeiträgen aus. Auf Anfrage von procontra sagte eine Verbandssprecherin, dass 27 der 113 Krankenkassen teurer würden.

Über die Homepage teilt Pfeiffer weiter mit: „Im Vergleich zum Jahresanfang 2016 mussten deutlich weniger Krankenkassen ihren Zusatzbeitragssatz erhöhen. Viele Zusatzbeiträge pendeln sich um den prognostizierten Durchschnitt von 1,1 Prozent ein. (…) Der größte entlastende Effekt für die Kassen kommt durch die 1,5 Milliarden Euro, die die Politik zusätzlich aus dem Gesundheitsfonds an die Kassen verteilt. Damit können viele Kassen ihren Zusatzbeitrag entweder konstant halten oder müssen ihn nur leicht anheben. Das ist erfreulich für die Versicherten, aber leider nur ein Einmaleffekt. Der grundsätzliche Druck bleibt im System, die Tendenz zu steigenden Zusatzbeiträgen ebenso. Hinzu kommt: Die 1,5 Milliarden Euro sind kein Geschenk des Gesetzgebers. Dieses Geld ist von den Beitragszahlern selbst in den Gesundheitsfonds eingezahlt worden.“

Für Makler sind steigende Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein Beratungsansatz.

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