Schön flüssig

Investmentfonds Top News von Julia Groth

Der Vertriebserfolg von Investmentfonds bemisst sich vor allem an den Mittelzuflüssen. Was die aktuellen Vertriebs-Stars zu bieten haben und woher ihre Gelder stammen

Renten- und Mischfonds haben sich zum Dauerbrenner des Vertriebs gemausert. In den vergangenen drei Jahren verzeichneten die beiden Fondsgattungen mit Abstand die höchsten Nettomittelzuflüsse, meldet der Branchenverband BVI. Allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres flossen Mischfonds unterm Strich knapp 14,4 Milliarden Euro zu, Rentenfonds sammelten im selben Zeitraum netto rund 12,8 Milliarden Euro ein. Aus Aktienfonds zogen Anleger dagegen seit Januar unterm Strich mehr als eine halbe Milliarde Euro ab.

Fondszuflüsse speisen sich potenziell aus vier Quellen: Das Geld kann erstens von Privatanlegern stammen, denen die Produkte von Beratern oder den Fondsgesellschaften selbst ans Herz gelegt werden. Zweitens von Dachfondsmanagern, die die Fonds in ihren Produkten einsetzen, und drittens von institutionellen Investoren wie Pensionskassen oder Versicherern. Und schließlich können Investmentgesellschaften ihre Fonds in eigenen Dachfonds oder anderen Produkten einsetzen – auch das sieht auf dem Papier wie ein Vertriebserfolg durch Mittelzuflüsse aus.

procontra hat Daten der Fondsratingagentur Morningstar ausgewertet und stellt die vier Fonds vor, die auf Dreijahressicht die Spitze der deutschen Verkaufscharts anhand der Mittelzuflüsse anführen. Leider halten sich die Fondsgesellschaften über weitere Details zu den genannten Käufergruppen und Mittelherkünften meistens bedeckt.



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Illustration: Roman Kulon

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