Anklage gegen S&K steht unmittelbar bevor

Sachwerte Top News von Robert Krüger Kassissa

Beschuldigter Rechtsanwalt ist unter Auflagen aus der U-Haft entlassen. Stephan S. und Jonas K. sowie vier weitere Verdächtigte bleiben wegen Fluchtgefahr weiterhin in Haft. Das Oberlandesgericht kündigt zudem die Anklageerhebung an.

Die sechs Beschuldigten im S&K-Skandal verbleiben weiterhin in Haft. Einen weiteren Beschuldigten - einen 50-jährigen Rechtsanwalt - hat das Oberlandesgericht Frankfurt/Main gegen Kaution von 100.000 Euro und unter Auflagen von der Haft verschont. Dies teilte das OLG Frankfurt bereits Anfang Dezember 2014 mit. Die beiden Hauptbeschuldigten - der 35-jährige S. und der 33-jährige K. -  befinden sich nun nur noch mit vier weiteren mutmaßlichen Mittätern seit Februar 2013 in Untersuchungshaft.

Die Entscheidung des OLG vom 26. November 2014 ist eine turnusmäßige. „Das OLG hält die Beschuldigten nach wie vor des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges (teilweise Beihilfe) sowie teilweise darüber hinaus der schweren Untreue bzw. der Anstiftung zur Untreue für dringend verdächtig“, so das OLG in einer Pressemitteilung. In Anbetracht der für den Verurteilungsfall zu erwartenden erheblichen Freiheitstrafen von bis zu zehn Jahren sieht das Gericht Fluchtgefahr.

Bezüglich des von der U-Haft verschonten Rechtsanwalt heißt es: „Hinsichtlich des beschuldigten Rechtsanwalts sei die Straferwartung unter Berücksichtigung der bereits verbüßten Untersuchungshaft von 21 Monaten zwar noch hoch genug, um einen Fluchtanreiz zu begründen, aus Verhältnismäßigkeitsgründen sei es jedoch geboten, ihn nach Leistung einer angemessenen Sicherheit und unter weiteren Auflagen (wöchentliche Meldung, Abgabe von Ausweispapieren, Verbot von Auslandsreisen und Anzeige jeden Wohnungswechsels) von der weiteren Untersuchungshaft zu verschonen.“

Die Vorlage der Akten zur nächsten Haftprüfung ist für Mitte Februar angekündigt. Das Oberlandesgericht informiert zudem über eine Anklageerhebung seitens der Staatsanwaltschaft und zwar bereits seit Mitte Dezember 2014. „Vor Ende Januar und nach Abschluss der Ermittlungen können wir über diesen Sachverhalt keine näheren Informationen geben“, sagt Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu gegenüber procontra. 

Foto: OLG Frankfurt, © OLG Frankfurt/Main

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