FuBus-Insolvenz: Knapp 90 Millionen Euro gesichert

Sachwerte von Christian Hilmes

Anleger der Future Business KGaA (FuBus) aus der Infinus-Firmengruppe können 2015 mit der ersten Teilausschüttung ihrer Forderungen hoffen. Die voraussichtliche Quote der rund 28.000 FuBus-Gläubiger liegt aber bei höchstens 20 Prozent.

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Beim Berichtstermin am Donnerstag in Dresden berichtete FuBus-Insolvenzverwalter Bruno M. Kübler außerdem, dass er knapp ein Jahr nach Beginn des Insolvenzverfahrens mehr als die Hälfte des auf rund 150 Millionen Euro geschätzten Restvermögens für die Gläubiger realisiert habe. Diese Summe von 87,7 Millionen Euro setzt sich demnach zusammen aus Bankbeständen, Edelmetallen und einem Fonds-Depot mit Werten zwischen 9,8 und 3,4 Millionen Euro.

Mit bislang 69,5 Millionen Euro trugen Rückkäufe von Lebens- und Rentenversicherungen aber am meisten zum gesicherten Restvermögen bei. Auch in der Zukunft seien die größten noch ausstehenden Zuflüsse zur Insolvenzmasse aus weiteren, noch ausstehenden Policen-Rückkäufen zu erwarten. Denn nur bei einigen Gesellschaften, wie zum Beispiel der Canada Life oder Finance Life, sei das relativ unkompliziert möglich.

Versicherer verlangen Original-Policen
Als Voraussetzung für den Rückkauf verlangen andere Versicherer dagegen die Original-Policen, erklärt Kübler. Diese Dokumente müsse die Insolvenzverwaltung nun erst heraussuchen. „Angesichts der immensen Menge an Akten kann dies jedoch einige Zeit dauern“, erklärt Kübler. „Insgesamt stehen noch Rückkaufzahlungen in Höhe von 39,5 Millionen Euro aus, die später noch zur Masse fließen werden.“

Mit einem Schätzwert von rund 17 Millionen Euro machen auch die zur FuBus gehörenden Immobilien einen wichtigen Teil des Restvermögens aus, der noch zu realisieren ist. Als ersten Schritt kündigte Kübler jetzt an, zwei überregionale Immobilienmakler zu beauftragen. Sie sollen die Gebäude und Grundstücke der FuBus international zum bestmöglichen Preis verwerten.

Foto: Dr. Bruno M. Kübler, © Kanzlei Kübler  

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