Der nächste Riester-Stopp: Helvetia

Versicherungen Top News von Robert Krüger-Kassissa

Auch Helvetia sieht in Riester-Tarifen keine Zukunft mehr und stellt das Neugeschäft zum Januar 2015 ein.

Versicherungsmakler und Riester-Spezialist Joachim Haid/Softin.de aus München vermeldet den nächsten Riester-Stopp, diesmal von der Helvetia. Für die Bestandsverträge stehe die Helvetia-Vertragsabteilung aber weiterhin zur Verfügung.

Nach Swiss Life und Basler ist Helvetia nur der dritte Versicherer, der 2015 nicht mehr aufs „Riester-Pferd“ setzt. Helvetia hat gegenüber procontra diese Produkteinstellung bestätigt.

Aus gut informierten Maklerkreisen werden verschiedene Gründe für diesen Schritt genannt. Zum einen ist der Umsatzanteil der Riester-Tarife am Gesamtumsatz bei der Helvetia eher gering. Riester-Tarife sind allerdings sehr verwaltungsaufwändig und damit kostenintensiv geworden.

Auch die Senkung des Garantiezinses zum 1. Januar 2015 von 1,75 auf 1,25 Prozent spielte in die Entscheidung hinein. Helvetia CleVesto DoubleInvest ist eine fondsgebundene Riester-Rente. Es ist ein sogenannter Zwei-Topf-Hybrid. Je geringer der Garantiezins, desto mehr vom Sparanteil muss in den Sicherungsfonds. Schließlich wird nur der Sparanteil mit dem Garantiezins verzinst. Deshalb wäre beim Helvetia-Produkt der Fondsanteil sehr gering geworden, so dass Helvetia sein Riester-Produkt nicht mehr „guten Gewissens“ als fondsgebundenes Produkt hätte verkaufen können.

Foto: © vege - Fotolia

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