Wie transparent sind Fondspolicen?

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Fondsgebundene Versicherungspolicen seien intransparent und zu teuer, so ein langjähriges und hartnäckiges (Vor-) Urteil. Auf welche Angaben kommt es für Makler und Kunden wirklich an?

Wer eine Fondspolice erwirbt, muss nicht nur auf die Auswahl und die Zusammenstellung der richtigen Fonds achten. Was am Ende der Laufzeit unterm Strich für den Anleger herauskommt, hängt nicht nur von der Fondsperformance ab, sondern maßgeblich auch von den Kosten des Versicherungsmantels.

Hier beklagen insbesondere Verbraucherschützer seit Langem intransparente, unvollständige und nicht vergleichbare Angaben der Anbieter. Laut Maklertrendstudie der Maklermanagement AG haben die meisten Makler beide Kriterien im Blick. Sie achten zunächst auf die Fondsauswahl (58 Prozent) und dann auf die Kosten (48 Prozent).

Diese Zahlen könnten indes ruhig höher ausfallen. Denn viele Anleger wissen nicht, welche Kosten insgesamt in der Police stecken, und längst nicht jeder Vermittler hat ein Interesse daran, diese erschöpfend zu erläutern.

Zu den Abschlusskosten, welche die Vermittlerprovision enthalten, kommen Verwaltungskosten der Versicherung und die Kosten für einen möglichen Todesfallschutz. Wer statt eines jährlichen Beitrags monatliche Raten bespart, muss mit einem Ratenzuschlag von bis zu 5 Prozent rechnen.

Hinzu kommen die Fondskosten der Fondsgesellschaften, die im Schnitt bei 1,5 Prozent liegen. Sie bestehen unter anderem aus Verwaltungsvergütungen, Depotgebühren, Transaktionskosten, Veröffentlichungskosten et cetera. Enthält die Fondspolice, wie derzeit verstärkt gewünscht, Garantien, ist dies selbstredend auch nicht kostenneutral.

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Foto: Fotolia

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