Makler wollen frei bleiben

Berater Top News von Matthias Hundt

Trotz zunehmender Regularien und ungewisser Einkommenssituation liebäugelt kaum ein Makler mit der Ausschließlichkeit. Doch auch die Argumente der „Unentschlossenen“ sind nachvollziehbar.

Ab Januar tritt nun auch der zweite und finale Teil des LVRGs in Kraft und zwingt die Lebensversicherer nur noch 25 statt 40 Promille ihrer Abschlusskosten zu bilanzieren. Dass das spürbare Auswirkungen auf die Vergütungsmodelle insbesondere für die freien Makler haben wird, darüber sind sich alle Marktteilnehmer einig. „Es ist ein absehbarer Trend, dass die laufende Vergütung zukünftig einen höheren Anteil an der Gesamtvergütung einnehmen wird. Lebensbegleitende Beratung profitiert von dieser Entwicklung“, meint etwa Thomas A. Fornol, Leiter Intermediärvertrieb von Swiss Life Deutschland in der aktuellen procontra-Ausgabe (ab 4.12. im Handel)
 
AO als Alternative?
Es ist keine leichte Situation für den freien Makler, der sich neben seiner eigentlichen Beratungstätigkeit, ohnehin mit genügend anderen Themen (Weiterbildungspunkte, allgemeine Bürokratie etc.) befassen muss. Und der eine oder andere überdenkt derweil vielleicht gerade sein eigenes Geschäftsmodell. Doch die Produkt-Fesseln der Ausschließlichkeit will sich deshalb kaum jemand anlegen lassen.



procontra fragte rund 300 Makler, ob für sie ein Wechsel in die Ausschließlichkeit (unabhängig der Gründe) in Frage käme.


Klares Statement: Nein, danke! 74 Prozent wollen auch weiter unabhängig und frei beraten. 9 Prozent haben nach ersten Überlegungen wieder davon Abstand genommen und keiner „strebt diesen Wechsel aktuell aktiv an“. Ein paar machen sich aber dennoch Gedanken, die in "kürzeren Abständen" kommen...

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Foto: © anyaberkut fotolia.de

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