Versicherer-Bilanz: 2013 so katastrophal wie 2007

| Versicherungen von Christian Hilmes

Der 13. Oktober gilt als Internationaler Tag zur Verhinderung von Naturkatastrophen. Ein guter Anlass auf das Katastrophenjahr 2013 zurückzublicken, in dem es mit mehreren Ereignissen ein vergleichbares Schadenaufkommen wie 2007 mit Sturm Kyrill gab.

Mehr als eine Million Sachschäden an Gebäuden im Gesamtumfang von knapp 3,2 Milliarden Euro haben Deutschlands Versicherer 2013 innerhalb kürzester Zeit reguliert. Das entspricht mehr als 40 Prozent der gesamten Leistungen der Wohngebäude- und Hausratversicherer in Höhe von 7,4 Milliarden Euro. Diese Zahlen präsentierte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bei der Vorstellung seines Naturgefahrenreports am Freitag in Berlin.

„Wir haben Hunderttausende Menschen bei der Bewältigung der Unwetterfolgen unterstützt und bewiesen, dass wir auch in Extremsituationen schnell und zuverlässig sind“, erklärt GDV-Präsident Alexander Erdland. Allein durch die Hagelstürme seien im vergangenen Jahr versicherte Schäden an Gebäuden im Wert von 2,4 Milliarden Euro angerichtet worden. Auf das Hochwasser entfielen 750 Millionen Euro. Für Feuer- und Leitungswasserschäden zahlten die Versicherer 3,5 Milliarden Euro an ihre Kunden.

„Pflichtversicherung wäre ein Freibrief“
Um die Menschen vor Schäden durch Naturkatastrophen zu schützen, sind nach GDV-Meinung Aufklärung und Vorsorge der bessere und nachhaltigere Weg als eine Versicherungspflicht, die einzelne Justizminister der Bundesländer befürworten. Die Pflichtversicherung wäre ein Freibrief, weiter in hochwassergefährdeten Gebieten zu bauen, sagt der GDV voraus. In der Folge würden Schäden zunehmen und sich in den Prämien der Versicherten niederschlagen.

Die deutschen Versicherer fordern stattdessen mehr Information der Bevölkerung über Naturgefahren, die zum Beispiel nach einem Starkregen drohen. Neben einem verbesserten Hochwasserschutz über die Landesgrenzen hinweg fordern sie außerdem: „Kein Bauland in Überschwemmungsgebieten!“

Foto: © Michael Schütze - Fotolia  

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