Württembergische Leben meldet Ausschüttungssperre

Top News Versicherungen von Markus Rieksmeier

Kurz nach dem heutigen Bundesratsbeschluss zum LVRG meldet die Württembergische Lebensversicherung einen Auszahlungsstopp an ihre Aktionäre. Kunden sollen keine Nachteile haben.

Die Versicherungs- und Bausparkonzern verkündet für seine Lebensversicherungstochter Württembergische Leben eine Ausschüttungssperre. In einer Börsen-Pflichtmitteilung, zu der der Konzern sich nach dem Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet sieht, heißt es, die Württembergische Leben, Stuttgart, werde „trotz erwarteter Gewinne bis auf weiteres keine Dividende mehr zahlen“. Hierdurch solle „die Eigenkapitalbasis weiter gestärkt“ werden.

Auf Anfrage von procontra übersandte ein Sprecher des Konzerns eine ergänzende Information. „Die Ausschüttungssperre betrifft nur die Dividendenzahlungen, nicht die Garantiezusagen an die Kunden. Diese würden weiter erfüllt. Außerdem zahlt die Württembergische Leben „eine attraktive Überschuss- und Schlussgewinnbeteiligung“, heißt es in dem Statement. 

Unklares Schicksal der Bewertungsreserven
Nach der Logik des LVRG-Gesetzes müssen Ausschüttungen an die Aktionäre nur gesperrt werden, wenn der Lebensversicherer sozusagen vorher die Bewertungsreserven für einen zusätzlichen Sicherungsbedarf benötigt. Ob ein solcher auslösender Bewertungsreserven-Stopp der Ausschüttungssperre zugrunde liegt, war bisher von der Württembergische Leben nicht zu erfahren. Laut dem Unternehmenssprecher will man dazu in der kommenden Woche Stellung nehmen.

Foto: Screenshot Webseite © Wüstenrot & Württembergische AG

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