Makler vs. Portal – wer lacht zuletzt?

Berater Thema Sachversicherungen von procontra Thema

Vergleichsportale erfreuen sich bei Verbrauchern großer Beliebtheit, die Welt der Versicherungsprodukte ist da keine Ausnahme. Makler müssen sich gegen die Konkurrenz behaupten. Mit welchen Strategien und Qualitäten sie langfristig bestehen können.

Das Aus kam nicht überraschend: Ende April verkündete Transparo, eines der ambitioniertesten Portale für Versicherungsvergleiche, dass es seinen Service Ende Juni 2014 einstellen werde. Grund: keine wirtschaftlich tragfähige Perspektive, Verluste in zweistelliger Millionenhöhe. Die drei Anteilseigner HDI, Huk-Coburg und WGV waren 2011 in das Geschäft mit den Vergleichsportalen eingestiegen und wollten im Konkurrenzkampf um Marktanteile keine weiteren Investitionen mehr tätigen.

Ein Vorgängermodell von Transparo ging 1996 als erstes Vergleichsportal in Deutschland ans Netz. Seitdem hat sich der Markt mit vielen Neugründungen entwickelt, in manchen Sparten wie der Kfz-Versicherung gerieten die Preise dadurch erheblich unter Druck. Online-Portale bilden einen eigenen Vertriebskanal und gelten vor allem bei jungen Kunden als zielführend. Dafür müssen die Versicherer tief in die Tasche greifen.

Während Makler etwa für den Abschluss einer Kfz-Police nur rund 40 Euro Provision erhalten, zahlen die Versicherer den Portalen 70 bis 100 Euro. Insbesondere das standardisierte weniger komplexe Vermittlungsgeschäft läuft gut auf den Portalen. Beratungsintensivere Produkte wie etwa die Berufsunfähigkeitsversicherungen oder Altersvorsorge bleiben weiterhin Domänen der Makler.



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Foto: DDRockstar/Fotolia.com

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