Makler auf der Suche nach BU-Alternativen

| Versicherungen von Christian Hilmes

Umdenken müssen Deutschlands Versicherungsmakler bei der Absicherung der Arbeitskraft ihrer Kunden. Das meint zumindest Michael Franke, Geschäftsführer des Analysehauses Franke und Bornberg. Folgende Produkte seien sinnvolle Alternativen.

Die deutsche Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) hat nach Meinung von Michael Franke bereits „Weltmeister-Niveau“ erreicht. „Viele Jahre hat sich der Wettbewerb darauf konzentriert, die BU immer besser und leistungsfähiger zu machen.“ Das führte paradoxerweise dazu, dass heute viele Menschen keine BU abgeschlossen haben. Betroffen sind ausgerechnet vor allem diejenigen, deren Berufe als besonders gesundheitsbelastend gelten. Im Neugeschäft verloren sowohl die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung als auch selbständige BU laut GDV-Statistik 2013 deutlich.

Die „Erreichbarkeit des Produkts“ sollte daher laut Franke künftig stärker im Fokus stehen. „Bei Produkten zur Arbeitskraftsicherung definiert sich Erreichbarkeit durch die beiden Merkmale Preis und Risikoprüfung“, erklärt er. „Je geringer der Berufsbezug der Versicherung, desto eher ist das Produkt auch bei Vorerkrankungen abschließbar.“ 

„Umdenken ist erforderlich“ 
Gut aus Kundensicht: In den vergangenen Jahren wurden alternative Produkte zur BU weiterentwickelt. Sie sichern den Verlust bestimmter Grundfähigkeiten oder den Eintritt bestimmter Erkrankungen ab. „Inzwischen wird ein großes Leistungsspektrum gerade für solche Erwerbstätigen geboten, die keine Chance auf einen BU-Vertrag haben“, so Franke.

Das ebenfalls notwendige Umdenken bei den Maklern findet laut Franke inzwischen statt. Er bezieht sich dabei auf die Ergebnisse von Umfragen bei einer Veranstaltungsreihe zum Thema Arbeitskraftsicherung mit rund 1.000 Teilnehmern. Franke: „Waren 2012 nicht einmal 20 Prozent der Makler bereit, sich mit Alternativen zu BU zu beschäftigen, so trifft dies inzwischen für die Mehrheit zu.“ 

Die Favoriten zur Arbeitskraftsicherung 
Die beliebteste Alternative zur BU für Kunden einzelner Berufsgruppen ist aus Maklersicht die Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Das sagten 22 Prozent der Befragten. Jeweils ein Fünftel der Makler gab MultiRisk-Tarife auf LV-Basis beziehungsweise Unfallbasis an. Dread Disease-Tarife nannten weitere 17 Prozent, Grundfähigkeitsversicherung 14 Prozent. Nur für 7 Prozent gibt es keine Alternative zur BU. 

Foto: Franke und Bornberg

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