Leipziger Allerlei

Sachwerte Top News von Robert Krüger-Kassissa

Für einen recht jungen Initiator ist die publity AG aus Leipzig vertrieblich ziemlich erfolgreich. Dies ruft in diesen sehr schweren Zeiten immer gleich Mahner auf den Plan. Ein Grund, sich das Unternehmen genauer anzuschauen.

Die publity Finanzgruppe wurde 1999 gegründet und entstammt dem Dunstkreis der Bankenwelt. Seit 2004 hat sie sich auf den Bereich Kreditankauf und Servicing von titulierten, gekündigten Forderungen aus Immobilienfinanzierungen spezialisiert und ist seitdem im Markt der Non-Performing Loans (NPL), das heißt von Krediten, die nicht mehr ordnungsgemäß bedient worden sind, unterwegs.

Nach fünf NPL-Fonds sind die Leipziger mit dem publity Performance Fonds Nummer 6 der Assetklassenbeschränkung des KAGB ausgewichen, denn NPL-Fonds würden nicht unters KAGB fallen, und in den Immobilienhandel eingestiegen. Der 6er-Fonds ist also der erste Immobilienhandelsfonds der Gruppe, was seitdem in der Branche für Verwunderung sorgt.

Dem Unternehmen wurde zwar Vertriebspower bescheinigt, aber mangelnde Immobilienkompetenz nachgesagt, schließlich seien NPL und Immobilienhandel grundsätzlich verschiedene Dinge. „So unterschiedlich sind diese Asset-Klassen keineswegs. Aufgrund unserer Expertise im Servicing von besicherten NPL, das heißt in der Immobilienverwertung, sind wir auch kompetent im Bereich Immobilien-Asset-Management“, erwidert Christoph Blacha, Geschäftsführer der publity Performance.

„Die aktuellen Publikumsfonds investieren in Anlageobjekte aus notleidenden Bankfinanzierungen, die aufgewertet und verkauft werden. Die Verwertung von zur Sicherheit von NPL dienenden Immobilien und das Asset-Management von Immobilien aus notleidenden Finanzierungen liegen nah beieinander.“

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Foto: procontra

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