Rechtsanwälte: Zusätzliche BU-Versorgung empfehlenswert

Berufsunfähigkeit von Michael Fiedler

Seit 1982 gibt es ein eigenständiges Berufsversorgungswerk für Rechtsanwälte. Inzwischen verfügt jedes Bundesland über solche Einrichtungen. Doch selbst der ehemalige Präsident des Deutschen Anwaltsvereins weist darauf hin, dass Zusatzvorsorge nötig ist.

Trotz Versorgungswerk ist eine BU für Anwälte wichtig

Trotz Versorgungswerk ist eine BU für Anwälte wichtig. Fotolia / beeboys

Bereits seit den Zwanzigerjahren gibt es berufsständische Versorgungswerke in Deutschland. Gegründet wurden sie, weil die bismarckischen Sozialreformen Freiberufler nicht erfasst haben und auch den Angehörigen der Kammerberufe eine Absicherung für Alter und Berufsunfähigkeit angeboten werden sollte.

Inzwischen gibt es in jedem Bundesland öffentlich-rechtliche Versorgungswerke für Anwälte. Sie gehören – wie die gesetzliche Rentenversicherung – zur Regelsicherung. Doch es ist keine Sozialversicherung im Sinne von Art. 74 Nr. 12 GG. Die Einrichtungen unterliegen den jeweiligen Landesgesetzen und Satzungen des Versorgungswerks.

Diese Versorgungswerke erbringen aber bei nur teilweiser Berufsunfähigkeit keine Leistungen, schreibt Rechtsanwalt Cyrill Janssen in einem Beitrag für „Legal Tribune Online“. Der Anwalt ist spezialisiert auf Sozialrecht und zitiert in seinem Beitrag auch den ehemaligen Präsidenten des Deutschen Anwaltsvereins (DAV) Hartmut Kilger aus Tübingen: „Wenn die Mittel hierzu ausreichen, sollte auf Absicherung auch gegen weitere Risiken bei privater Lebens-/Berufsunfähigkeitsversicherung oder durch Sachwerte geachtet werden.“

Wie bei Ärzten oder Steuerberatern sollten Makler gut vorbereitet auf ihre Zielgruppe zugehen und die Nachteile des Versorgungswerks klar benennen können.
Makler Lars Christiansen empfiehlt Kollegen auf Folgendes zu achten:

  • Sind die Versorgungslücken zwischen IST-Stand und Versorgungswunsch vollständig aufgezeigt (KT /BU / AV)?
  • Wurde die Versorgungssituation über gesetzliche Versorgungsträger dargestellt?
  • Wurde der inflationsbedingte Kaufkraftverlust berücksichtigt?
  • Wurde Bestandsverträge gewürdigt und Unterdeckungen aufgezeigt? (falsches Leistungsendalter, fehlender Inflationsausgleich in der Leistung)
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