Beratungsansätze für 2014

Berater Top News von Markus Rieksmeier

Alle Jahre wieder ändert der Gesetzgeber das Leben sehr praktisch. Wie Berater die großen und kleinen Änderungen als Beratungsansätze nutzen und Mehrwerte für ihre Kunden schaffen

Die kleinen und großen Änderungen im „Kleingedruckten“ des Staates haben für Kunden und Vermittler durchaus geldwerte Vorteile. Für den Kunden, wenn er das Neue nutzt. Und für den Berater, wenn Neuregelungen zu einem erhöhten oder früheren Verkauf führen. Allein schon die Information des Kunden erzeugt Mehrwerte. Dies wird der Kunde im günstigen Falle auch als aktiven Service wahrnehmen – einen Wert, den Online-Portale so nicht bieten können.

Grundstückskauf
In diesem Jahr steigt in einigen Bundesländern die Grunderwerbssteuer. Bremen und Niedersachsen kassieren künftig 5,0 Prozent Grunderwerbssteuer (bisher 4,5). Berlin steigert von fünf auf sechs Prozent; Schleswig-Holstein gar auf 6,5 Prozent des erworbenen Grundvermögens. Wohl dem, auf dessen Grund noch kein wertsteigerndes Haus steht. Mit spitzem Bleistift gerechnet, können sich in diesem Jahr unbebaute Grundstücke plus Neubau eher rechnen als bebaute Grundstücke.

Krankenversicherung wird teurer
Die Beitragsbemessungsgrenze der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) steigt von 3.937 auf 4.050 Euro im Monatsmittel. Eigentlich bedeutet das nur knapp 20 Euro Arbeitnehmeranteil für Gutverdiener in der GKV. Andererseits kann dies Anlass für GKV-Kunden sein, in die Private Krankenversicherung zu gehen; wenn der Kunde im Monats-Mittel mehr als 4.462,50 Euro verdient (Krankenversicherungsgrenze).

Mehr Rentenbeitrag – mehr Rürup?
Auch wenn der Rentenbeitrag mit 18,9 Prozent gleich bleibt (das Gesetz steht vor der Tür), so steigt für Spitzenverdiener in der Gesetzlichen Rente der Beitragsaufwand doch, weil die Beitragsbemessungsgrenze auf 5.950 angehoben wurde (bisher 5.800 Euro). Hierdurch sinkt die Gesetzliche Rente für alle, die bisher zwischen altem und neuem Höchstbetrag verdienten; kurz gesagt auch für alle, die in diesem Jahr keine zwei Prozent Gehaltserhöhung erhalten. Dennoch lohnt das Kundengespräch, um Riester oder Rürup-Renten anzupassen.

Steuern zu Rürup
Der Grundfreibetrag für Erwachsene steigt von 8.130 auf 8.354 Euro. Zum Trost: Der Eingangssteuersatz für „den ersten Euro“ darüber bleibt bei 14 Prozent. Dennoch zahlen Kleinverdiener künftig pro Jahr knapp 30 Euro mehr Steuern. Diese Kleinigkeit kann aber Gesprächsanlass sein, Berater-Kompetenz zu zeigen und die Riester-Rente zu beraten. Schon eine Erwachsenen-Zulage von 154 Euro bedeutet das Fünffache des steuerlichen Mehraufwands.

Mindestlohn zu Riester
Noch bevor die Große Koalition einen „allgemeinen flächendeckenden Mindestlohn“ von 8,50 Euro je Stunde einführt, gilt für einige Bereiche ein gestiegener Branchen-Mindestlohn. Zum Beispiel im Elektrohandwerk steigt dieser auf 10 Euro. Zeitarbeiter erhalten jetzt exakt 8,50 Euro im Westen und 7,86 im Osten. Dies bedeutet Steigerungen um bis zu knapp fünf Prozent. Diese Werte mögen gering erscheinen, aber in Verbindung mit einer Beratung ist dieses Thema der Ideal-Einstieg zu einer Riester-Beratung.

Bild: © Picture-Factory - Fotolia.com

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