Recht in der Pflege

Versicherungen von Carla Fritz



Im Gesamtpaket oder solo. „Kunden haben damit faktisch die Prämie für ein Jahr wieder raus, wenn die Kosten übernommen werden“, so Heidekamp, der bei Neuabschluss nicht zuletzt auch deshalb dazu rät. Es sollte jedoch immer auch bedacht werden, welche Leistungen das Gesamtrechtsschutzpaket hat. Auskopplungen davon, wie sie zum Beispiel die Roland-Rechtsschutz-Tocher JurPartner seit Kurzem mit dem Patienten- und Pflegerechtsschutz ab knapp sieben Euro monatlich anbietet, sieht er eher skeptisch. „Solche Ausschnittsdeckungen sind oft ein paar Jahre am Markt, dann verschwinden sie wieder, weil sie kaum oder gar nicht gebraucht werden.“ Dem widerspricht Marcus Acker seitens des Unternehmens: „Die Erfahrung zeigt, dass im Markt durchaus Bedarf an einem Patienten-Rechtsschutz besteht – gerade für Kunden, die dieses spezielle Risiko absichern möchten, jedoch kein komplettes Rechtsschutz-Paket wünschen.“

Abgedeckt sind in der Police rechtliche Auseinandersetzungen um Behandlungs- und Aufklärungsfehler sowie Rechtsstreitigkeiten mit der Pflegekasse. Dazu kommen Schutzbriefleistungen, beispielsweise eine Pflegeschulung für Angehörige. Die Police baut den Angaben zufolge auf der Patientenrechtsschutzpolice auf, die das Unternehmen als sogenanntes Stand-alone-Produkt ab knapp fünf Euro monatlich schon länger im Portefeuille hat; wie im Übrigen auch die D.A.S., die ihre Familienabsicherung dazu zum Monatspreis von 4,50 Euro offeriert.

In den regulären Rechtsschutzpolicen sind Behandlungsfehler über den allgemeinen Schadensersatzrechtsschutz mit abgedeckt, Rechtstreitigkeiten mit der gesetzlichen Kranken- oder Pflegekasse über den Sozialversicherungsrechtsschutz und rechtliche Auseinandersetzungen mit der privaten Krankenversicherung über den Vertragsrechtsschutz.
„Aber eben nicht nur. Der Schadensersatzrechtsschutz greift auch, wenn man zum Beispiel nach einem Unfall Schmerzensgeldansprüche durchsetzen will. Und der Vertragsrechtsschutz nützt ebenso, wenn es Ärger mit der Telefongesellschaft oder dem Energieversorger gibt.“ So erklärt es Heidekamp dann auch im Kundengespräch. Die Entscheidung muss dann letztlich jeder für sich treffen.

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