„Neue Dimension der Kundenberatung“

| Berater von Stefan Terliesner

Versicherungsanalysten von Franke und Bornberg sowie Munich Re gründen elektronische Voranfrageplattform zur automatischen und parallelen Risikoprüfung und Annahmeentscheidung.

Recht vollmundig kündigt der Text einer Pressemitteilung eine „neue Dimension der Kundenberatung“ an. In Kürze stünde Versicherungsmaklern mit vers.diagnose „die erste elektronische Voranfrageplattform zur automatisierten und parallelen Risikoprüfung und Annahmeentscheidung zur Verfügung.“ Und weiter: „Der beschleunigte unterbrechungsfreie Antragsprozess direkt am Point of Sale beendet für Versicherer, Makler und Kunden die ineffektive Praxis umständlicher und ergebnisoffener Risikovoranfragen.“ Vorgestellt werden soll das Projekt auf der Branchenmesse DKM vom 22. bis 24. Oktober in Dortmund. Die Partner dieses Projekts laut Pressemitteilung: das Analysehaus Franke und  Bornberg sowie Munich Re. Zwei Schwergewichte in ihrem Metier also. Dadurch bekommt das Vorhaben Gewicht.

Vorteil für Makler und Versicherer
Die Funktion und Bedeutung von vers.diagnose wird so beschrieben: „Jeder Versicherungsmakler kennt das Problem: Um die günstigste Annahmeentscheidung für seine Kunden zu ermitteln, fragt er vorab zeitgleich mehrere Versicherer an. Die bemühen sich um schnelle Antwort, doch diese ist unverbindlich, denn oft sind für eine strukturierte Risikoabfrage zusätzliche Angaben nötig. Dadurch ist der Beratungsprozess unterbrochen. Der nun unausweichliche Folgetermin birgt aber auch noch die Gefahr des Scheiterns, da Voranfrage-Votum und Annahmeentscheidung voneinander abweichen können.“ Hier setze vers.diagnose an. Mit dem System lasse sich ein Großteil dieser Fälle vollständig automatisiert bearbeiten. „vers.diagnose beschleunigt und vereinfachen die Voranfragepraxis für Makler und Versicherer ganz erheblich“, wird Uwe Runge, Geschäftsführer der vers.diagnose GmbH, in der Pressemitteilung zitiert.       

Herzstück von vers.diagnose sei ein elektronischer Interview-Server verbunden mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche für die automatisierte Risikoprüfung am Point of Sale. Das Konzept sei von der Munich Re Konzerngesellschaft Automation Solutions entwickelt und in Kooperation mit Franke und Bornberg als Plattform aufgesetzt worden. Das System führe Makler bei Voranfragen schrittweise durch die Risikoerhebung und bewerte dann sämtliche Eingaben anhand der hinterlegten Regelwerke der Lebensversicherer. Auf Knopfdruck erhielten Makler verbindliche Tarifierungsangebote, aus denen sie das optimale Angebot für ihren Kunden auswählen könnten.

„Mit vers.diagnose definieren wir den Fokus der Beratung neu: Erst klärt der Makler, ob und wie der Kunde versicherbar ist. Dann folgt ein verbindliches Beratungsgespräch über konkrete Produkte. Die für alle Beteiligten frustrierende Situation einer im Nachhinein verweigerten Annahme durch den Versicherer wird dadurch vermieden“, so Runge. Nebenbei entfielen datenschutzrechtliche Probleme, da keine personenbezogenen Daten gespeichert und ungeschützt an den Versicherer weitergeleitet würden. Auch den Versicherern biete das System einen Nutzen. Aktuell seien im System die Regelwerke eines halben Dutzend Lebensversicherer hinterlegt.

Präsentation auf der DKM
Auf der DKM 2013 werde vers.diagnose am gemeinsamen Stand von Franke und Bornberg und Munich Re präsentiert (Halle 3, Stand E0). Dort stünden neben den Ansprechpartnern von vers.diagnose auch das Team der Munich Re für Fragen und Präsentationen zur Verfügung. 

Foto: © peshkova - Fotolia.com

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