LV-Bilanzen: Reserven auf Rekordniveau

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Die Bewertungsreserven der Lebensversicherer stiegen im vergangenen Geschäftsjahr drastig an. Allgemeine Freude bricht deshalb jedoch nicht aus.

Die Bewertungsreserven der Lebensversicherer stiegen 2012 auf 98 Milliarden Euro an. Das geht aus der aktuellen procontra-Bilanzanalyse der deutschen Lebensversicherer hervor, die auf Basis der 79 wichtigsten Anbieter, die Geschäftsberichte untersuchte. Demzufolge konnten sich die Reserven im Vergleich zu 2011 (41 Mrd. €) mehr als verdoppeln, im Vergleich zu 2009 sogar mehr als vervierfachen.

Vordergründig ist die gestiegene Nachfrage nach gut verzinsten festverzinslichen Wertpapieren im aktuellen Niedrigzinsumfeld dafür verantwortlich. Von diesen Papieren haben die Versicherer jede Menge im Bestand, noch. Ihr aktueller Zeitwert liegt also deutlich über den damaligen Buchwerten, was die Bewertungsreserven aufbläht. Einige Anbieter realisieren durch vorzeitigen Verkauf dieser Papiere außerordentliche Erträge und können damit ihr Kapitalanlageergebnis und folglich ihre Nettoverzinsung pushen.

Seite 2: Versicherer wollen Reserve-Kuchen für sich behalten

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