Zahl schwerer Unfälle von Kleinkindern steigt

| Versicherungen | Top News von Carla Fritz

Infolge eines Unfalls müssen immer mehr Kleinkinder im Krankenhaus behandelt werden. Der häufigste Unfallort ist dabei das Zuhause. Das geht aus aktuellen Untersuchungen hervor.

Jedes Jahr verunglücken in Deutschland rund 1,67 Millionen Kinder, mehr als 537.000 von ihnen im Heim- und Freizeitbereich. Damit gehören Unfälle zu den höchsten Gesundheitsrisiken von Kindern. Das höchste Risiko, an den Folgen zu sterben, haben Säuglinge und Kleinkinder. Der häufigste Unfallort in dieser Altersgruppe ist das Zuhause und die unmittelbare Wohnumgebung. Bei kleinen Kindern steigt die Rate der unfallbedingten Krankenhausbehandlungen alarmierend an.

Darüber informiert die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ (BAG) unter Bezugnahme auf aktuelle Auswertungen des Statistischen Bundesamtes. Diese belegen, dass gerade Säuglinge und Kleinkinder eine Hochrisikogruppe für unfallbedingte Verletzungen sind – mit Zunahme der Zahl schwerer Unfälle. Die Rate der wegen eines Unfalls stationär behandelten Kinder unter fünf Jahren steigt seit dem Jahr 2000.

Verbrennungen und Verbrühungen sind hierbei besonders häufig. Insgesamt 75 Prozent der kleinen Kinder, die 2010 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, mussten deswegen behandelt werden. Besonders gefährliche und schwerste Verletzungen zogen sie sich durch elektrische Wasserkocher zu – durch Umkippen oder Herunterziehen. Genauso gehören Kopfverletzungen infolge von Stürzen zu den häufigen und zugleich schwerwiegenden Unfallfolgen.

Testfall Küche

Experten schätzen, dass 60 Prozent der Kinderunfälle vermeidbar sind, wenn Eltern für Risikosituationen sensibilisiert sind und die richtigen Vorkehrungen treffen. Wie sich der Gefahrenherd Küche aus Kinderperspektive darstellt, das können Erwachsene in der als Ausstellung konzipierten „Riesenküche“ des bundesweit tätigen Vereins testen. Sie bietet Einblicke in die Welt, wie sie Kinder im Alter von 18 Monaten wahrnehmen – mit allen typischen Unfallquellen: vom überdimensionalen Regal, das wie ein Klettergerüst erscheint, über den Küchenherd bis zum Schrank mit Haushaltschemikalien. In den Räumlichkeiten des Deutschen Bundestages in Berlin ist sie noch bis zum 14. Mai auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Alterstypischen Lebenssituationen von kleinen Kindern und damit verbundenen Gefahren wie Sturz mit der Lauflernhilfe oder vom Wickeltisch, Fensterstürze, Hochziehen an der Tischdecke, Verschlucken von Kleinteilen und Vergiftungsrisiko widmet sich auch die neue Ausstellung des Vereins „Von Null auf sicher“, die im Rahmen des alljährlichen Kindersicherheitstages am 10. Juni vorgestellt wird. Auf seiner Website (www.kindersicherheit.de) sucht der Verein dafür übrigens noch nach Sponsoren für die Erstellung einer Messlatte mit Risiken und Sicherheitshinweisen, die Körpergröße und Alter der Kinder zugeordnet werden.

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