Ungewöhnliche Proteste: Banken versus Ratingagenturen
16.08.2012 | Investmentfonds von Oranus Mahmoodi
In einem Brandbrief empören sich die Banken in Deutschland über die Intransparenz der Ratingagenturen. Die Banken beschweren sich auch über die hohen Gebühren und Moody´s & Co.
Nach Informationen der Tageszeitung Financial Times Deutschland (FTD) beschweren sich nach den deutschen Industriekonzernen die Finanzinstitute hierzulande über die US-Ratingunternehmen. Daimler, Siemens und RWE hatten sich kürzlich schon gegen die Preispolitik von Standard & Poor's (S&P) aufgelehnt. „Die intransparenten Gebührenerhöhungen von S&P sind aus Sicht unserer Mitglieder nicht mehr akzeptabel“, heißt es in einem Brandbrief der drei deutschen Verbände für die privaten, die genossenschaftlichen sowie die öffentlich-rechtlichen Banken an S&P.
Der Protest gelte aber nicht nur S&P. Der Brandbrief soll ein Signal aus der Branche an die Ratingagenturen im Allgemeinen gehen. S&P, Moody's und Fitch kontrollieren beinah 95 Prozent des Ratingmarkts - und sie kassieren Gebühren. Ein durchschnittliches Dax-Unternehmen kommt nach FTD-Informationen auf jährliche Ratingkosten in mittlerer sechsstelliger Höhe. Größere Unternehmen zahlen entsprechend mehr. „Die Rechnungen fallen häufig erheblich höher aus als in den vergangenen Jahren“, schreiben die Bankenverbände.
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