Adlon: Jagdfeld am Pranger

Sachwerte von Oranus Mahmoodi

Rund sieben Millionen Euro an Pachten hätte der dubiose Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld an die Fundus-Anleger des Hotel Adlons zahlen müssen. Jagdfeld ließ die Pacht aber gegen einen sogenannten Besserungsschein aussetzen. Der Fall kam vor Gericht: Das Oberlandesgericht in Köln fasste den Beschluss, dass der Pachtverzicht gegenüber den Fondsanlegern unwirksam ist. Das schreibt die Zeitschrift manager magazin in ihrer aktuellen Ausgabe.

Vor genau einem Jahr hatte bereits ein Großteil der Anleger versucht, Anno August Jagdfeld aus dem Adlon-Fonds zu verjagen. Der Abwahlantrag wurde damals abgelehnt. Der Immobilienunternehmer blieb persönlich haftender Gesellschafter der Jagdfeld Hotel Adlon Fundus Fonds Nr. 31 KG - wie procontra berichtete. Jetzt drohen dem Chef der Fundus-Gruppe Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe. Nach einem Beschluss des Oberlandesgerichtes Köln ist ein von Jagdfeld durchgesetzter Pachtverzicht unwirksam. Eine neue Chance für die Anleger, ihr Geld ein- und Jagdfeld auszuklagen.

Wie das manager magazin meldet, geht es um Pachten von rund sieben Millionen Euro. Jagdfeld hätte auszahlen müssen, die Pacht wurde aber auf Betreiben Jagdfelds gegen einen sogenannten Besserungsschein ausgesetzt. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat am 2. August 2012 beschlossen, (AZ: 18U296/11), dass der Pachtverzicht gegenüber den Fondsanlegern unwirksam ist. Sollte der Spruch Bestand haben, könnten Fundus-Anleger Schadensersatzforderungen durchsetzen. Zudem wurden die Kläger von Jagdfeld über den Inhalt des Besserungsscheins falsch informiert wurden. Sollte die Staatsanwaltschaft Köln in diesem Fall einen Vorsatz geltend machen, droht dem strittigen Unternehmer eine Anklage wegen Untreue. Jagdfeld selbst gibt sich naiv und ahnungslos bezüglich der Vorwürfe.

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