AXA: Stellenabbau nicht ausgeschlossen

18.07.2012 | Versicherungen von Gloria Ballhause

Der französische Versicherungskonzern will möglicherweise den Gürtel noch enger schnallen als bislang angekündigt. In Deutschland könnten dadurch mehr Stellen wegfallen.

Bei Axa Deutschland werden möglicherweise doch mehr Stellen gestrichen als angekündigt. Der französische Mutterkonzern plante, in Deutschland 1.600 abzubauen. Nun schließt der Konzern offenbar nicht aus, bei der deutschen Tochter nochmals den Rotstift anzusetzen. Das geht aus einem Statement des Axa-Aufsichtsratschef Jaques de Vaucleroy hervor. Axa habe sich laut Vaucleroy das Ziel gesetzt, insgesamt 328 Millionen Euro einzusparen. Die Marktbedingungen mit dem aktuellen Niedrigzinsniveau seien für die Umsetzung der Sparmaßnahmen hinderlich. Vaucleroy deutete an, dass man daher weitere Maßnahmen zur Kostenersparnis prüfe, berichtet der „Kölner Stadtanzeiger“ (Mittwochsausgabe).

Der französische Versicherungskonzern will weltweit sparen. Nachdem im vergangenen Jahr das Konzernergebnis um ein Drittel zurückgegangen war, verordnete sich der Versicherer eine Schlankheitskur und legte ein weltweites Sparprogramm auf. Für Deutschland heißt es bislang, dass betriebsbedingte Kündigungen nicht geplant seien.

Fotocredit: AXA

Kommentare

Rudolf Gewelke , 31-07-12 12:53:
Ein Versicherer, der sich - laut eigener Werbung - um 360 Grad dreht, steht eben an der gleichen Stelle wie vor der Drehung.
Eberhard Stopp , 18-07-12 15:50:
Axa sollte " Maßstäbe neu definieren ". Nach dem man Makler verprellt hat (siehe VT 4-2010, 5-2011 ..Axa bevorzugt Ausschließlichkeit, Waffengleichheit mit Maklern ? ..) , Courtagezusagen bei Kritik einfach widerrufen hat, Maklerbestände zur Kündigung frei gegeben hat, " Twin Star " vom Markt genommen hat, für Millionen € Werbung bei öffentlich.-rechtl. Sendern platziert hat, sollte man nun die Maßstäbe neu definieren. Die Maklerbetreuung von Berlin aus gab es nie, dafür umso mehr Arroganz. Vielleicht sollte man einfach mal die Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt stellen, dann könnte es auch wieder mit Maklern klappen.
Kommentar hinzufügen



CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken. *

* - Pflichtfeld

Diskutiere mit auf Facebook!

Die procontra-App für Ihr Smartphone

Mehr Kunden? Mehr Verkaufen? - wertvolle Tipps von Vertriebsprofis

Aktuelle Printausgabe

Der S&K-Skandal
Viele Beteiligte machen zweifelhafte Produkte erst zum Vertriebserfolg. procontra übt Systemkritik.