Griechenland: Banken warten mit Finanzspritze

15.06.2012 | Panorama von Oranus Mahmoodi

Die Teilnehmer des Finanzmarktes warten gespannt auf die Ergebnisse der Griechenlandwahl. Die Notenbanken bereiten sich auf die Schicksalswahl am Sonntag vor. Die Finanzwelt bereitet sich auf eine Szenario vor, die dem Lehman-Sturz ähnelt.

Die Notenbanken haben eine Strategie entwickelt, falls nach der Griechenlandwahl Marktturbulenzen auftreten. Die internationalen Anleger sind in guter Stimmung. Nach Informationen von Reuters wollen die Zentralbanken frisches Geld in den Markt schießen. „Die schnelle Reaktion zeigt, dass die Welt sich auf ein Lehman-ähnliches Ereignis vorbereitet“, sagt Marktanalystin Dafni Serdari von Intertrader gegenüber dem Handelsblatt. Liquidität in einen Schuldenberg zu pumpen könne aber nicht die Kreditwürdigkeit Griechenlands verbessern.

„Diese Maßnahme ist per Definition eine kurzfristige“, schreibt Steen Jakobsen, Chef-Ökonom der Saxo Bank, in einem Marktkommentar. „Wenn allein Liquidität zur Überwindung dieser Krise benötigt würde, wäre sie schon vor langer Zeit gelöst worden.“ Sollten sich die Parteien durchsetzen, die den Sparkurs ablehnen, könnte es für Griechenland das Ende des Euros bedeuten. Um das Risiko einer Kreditklemme zu minimieren, bereiten sich die globalen Notenbanken auf Liquiditätspritzen vor. Diese Nachricht löste Kursgewinne aus. Die Indizes der New Yorker Börse und auch die Euro Charts legten zu.

 

Fotocredit: © Andre - Fotolia.com

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