Skandia steuert um

25.05.2012 | Versicherungen | Berater von Gloria Ballhause

Die Skandia Lebensversicherung zieht sich aus dem Breitengeschäft zurück. Die Gesellschaft will sich in Zukunft ganz auf vermögende Kunden spezialisieren, Neukunden im Retail-Markt werden dagegen nicht mehr berücksichtigt.

Nach Österreich und der Schweiz zieht sich nun die deutsche Tochter der Skandia Versicherung aus dem Retail-Segment zurück. Der Konzern will laut Mitteilung sein Geschäftsmodell auf die veränderten Bedürfnisse betuchter Anleger ausrichten. Diese hätten sich durch die Staatsschuldenkrise verändert. Mit dieser Neuausrichtung werde vom britischen Mutterkonzern Old Mutual ein strategischer Kurswechsel auf dem europäischen Markt vollzogen.

Vom neuen Stuttgarter Standort aus soll das veränderte Modell umgesetzt werden. Der Standort in Berlin betreue Bestandskunden mit etwa 360.000 Versicherungsverträgen jedoch weiter. Mit dem Berliner Betriebsrat laufen derzeit Gespräche über „notwendige organisationelle Veränderungen“, heißt aus dem Hause Skandia. In Maklerkreisen wird über die Gründe des Rückzugs aus dem Breitensegment spekuliert.

Skandia seien die vordiskontierten Provisionen einfach zu teuer, mutmaßt ein Makler. Tatsächlich verkündete Skandia mit der Neuausrichtung ihres Geschäftsmodells, auch das Vergütungssystem verändern zu wollen. „Bei dem neuen Modell geht es darum, die Kosten für eine Beratung gleichmäßiger über die Laufzeiten zu verteilen“, heißt es wenig konkret in der Mitteilung. Man strebe bessere Rücklaufwerte und geringere Stornoquoten an.





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