Kettnaker klagt gegen Göker-Regisseur

04.05.2012 | Panorama | Berater von Oranus Mahmoodi

Der Fall Göker lässt die Alte Leipziger nicht los. Vertriebsvorstand Frank Kettnaker (links im Bild) hat Mehmet Göker (mitte, links im Bild) auf einem MEG-Event gelobt und Dokumentarfilmer Klaus Stern hat die Kamera draufgehalten. Der Versicherer hat Stern verklagt. Man möchte nicht mehr mit Göker in Verbindung gebracht werden. Kettnaker reicht es nicht, dass die Szene im Januar schon aus dem Film entfernt wurde.

Alte Leipziger und Hallesche haben den Regisseur Klaus Stern verklagt. Am Mittwoch lief die Verhandlung vor der 28. Zivilkammer am Kölner Landgericht. Streitfall: Eine acht Sekunden lange Szene, in der Frank Kettnacker den ehemaligen MEG-Chef Göker lobt. „ ...und vielen Dank für Ihren Erfolg, denn ihr Erfolg ist letztlich der Erfolg von uns allen, vielen Dank“, hatte Kettnaker zu Göker gesagt. Die Vorsitzende Richterin hat zwar kein Urteil gefällt, sagt aber schon während der Verhandlung: „Wir neigen dazu, dass Herr Kettnaker die Filmszene hinnehmen muss. Es war ein beruflicher Auftritt bei einem Partnerunternehmen“, wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine schreibt. 

Kettnaker hat bereits Ende Januar 2012 über das Landgericht Köln eine Verfügung erlassen, nach der die Sequenz nicht mehr gezeigt werden dürfte. Nur 400 Premierengäste in Leipzig und MDR-Zuschauer haben diesen Ausschnitt zu Gesicht bekommen. Nicht genug für die Versicherer, Kettnaker verlangt eine eidesstattliche Erklärung von Stern, die Szene auch Zukunft niemals zu zeigen. Das war dem Regisseur zu viel. Das endgültige Urteil wird Ende diesen Monats erwartet.

Für seinen Dokumentarfilm „Versicherungsvertreter - Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker“ begleitete Stern das Schmuddelkind der Branche, Mehmet Göker, jahrelang. Der Dokumentarfilm zeigt  den rasanten Aufstieg und tiefen Fall Gökers, inklusive der Jubel-Events von MEG. „Man kann auch nicht sagen, Göker ist verrückt - er konnte nur so agieren, weil er das Geld von den Versicherungskonzernen bekommen hat“, sagte Klaus Stern exklusiv gegenüber procontra online.

Fotocredit: sternfilm // Ulf Schaumlöffel





 

Kommentare

Claus F. Dieterle , 10-05-12 02:49:
Sehr geehrter Herr Stopp,
zu Ihrem Leserbrief vom 27.4.2012 möchte ich Ihnen empfehlen unter www.dwg-load.net die folgenden Vorträge anzuhören:

- Informatiker Prof. Dr. Werner Gitt: Warum ich als Wissenschaftler der Bibel glaube.

- Prof. Dr. A. Wilder-Smith: Warum ich als Wissenschaftler Christ bin.

Und noch ein Buchinweis für Sie:
http://www.clv.de/index.php?sid=a8c6adb37ff542a81dd016e389dda8e6&cl=details&cnid=fda40ebfd2e661f23.75228566&anid=269&pgNr=3

Tatsache ist, dass Gott den Menschen die Entscheidungsfreiheit über ihr Handeln gelassen hat.
Warum läßt Gott das Böse zu? Darüber gibt es gute Bücher!

Mit guten Segenswünschen
Claus F. Dieterle
Goldstein , 08-05-12 16:49:
Dummheit muss man sich nicht kaufen, Herr Kettnaker. Offenbar haben Sie noch nicht von dem "Streisand-Syndrom" gehört.

Wer zensuriert, wer Tatsachen verschweigt und versucht Wahrheiten unter den Teppich zu kehren, muss damit rechnen, dass der Schuss leicht nach hinten losgeht. Hoffentlich kennt nun bald jeder Ihren Namen und Ihre Verbindung zu Mehmet Göker. Die Medien werden hoffentlich dafür sorgen - das wäre ihre gerechte Strafe.

Völlig unverständlich auch, dass die Alte Leipziger dies zuläßt und sich von ihrem Vertriebsvorstand solch einen Bärendienst erweisen läßt. Eine professionelle Vorgehensweise sieht jedenfalls anders aus.
E.Stopp , 05-05-12 11:27:
Göker hätte mal lieber das VAG, VVG, BGB, Starfgesetzbuch gelesen und seinen Verstand benutzt sollen, so weit er noch vorhanden und nicht von Gier zerfressen war. Aber die Hauptschuldigen sind Leute die so was möglich machen. Vor allem Vorstände von Versicherungen, wie Herr Kettnaker, die von Axa ...und wer noch so alles Millionen Vorschüsse geleistet hat.

Letzlich ist es das System das auf Egoismus, Karriere, Gier, Profit ausgerichtet ist. Da hilft auch keine Bibel lesen. Es gibt wohl sogar Parteien in denen das Wort christlich vorkommt, die aber genau das Gegenteil davon tun. Genaus diese Leute sind es, die das System aus Profit und Ausbeutung hier auf Erden aufrecht erhalten.
Göker ist nur ein Beispiel von vielen, siehe Phoenix-Insolvenz, Lehmann-B. Zertifikate ....!
Ist hier schon mal ein Vorstand der Banken, Versicherungen oder Fondsgesellschaften vor Gericht geladen wurden und musste sich verantworten?
Justizia ist blind und schlägt vor allem die kleinen Leute, bei großen werden Deals gemacht, siehe Ackermann und seinen erhobenen Finger.
Claus F. Dieterle , 05-05-12 01:17:
Der Film ist für viele sicher lehrreich.
Leider hatte Mehmet Göker nicht die Bibel studiert:

Keiner soll höher von sich denken, als es angemessen ist. Bleibt bescheiden und sucht das rechte Maß!
Römer 12,3

Auf Stolz folgt Sturz, nach Übermut kommt Untergang.
...Wer dem HERRN vertraut, findet bleibendes Glück.
Sprüche 16,18.20

Apropos Reichtum:
Mein Freund Ari sagte mehrmals zu mir: "Wer reich werden will muß braun sein." Ich aber sagte zu Ari Onassis, dass Reichtum bei Gott das Entscheidende ist, vergänglichen Reichtum in unvergänglichen Reichtum zu investieren.

Zahlen Sie in die "himmlische Sparkasse" ein?

Mit guten Segenswünschen
Claus F. Dieterle
E.Stopp , 04-05-12 20:47:
Her Kettnaker sollte zurücktreten, das wäre mal eine gute Ansage.
Zitat: Man kann auch nicht sagen, Göker ist verrückt - er konnte nur so agieren, weil er das Geld von den Versicherungskonzernen bekommen hat“, sagte Klaus Stern exklusiv gegenüber procontra online Zitat Ende.

So ist es !! Gier , es ist die blanke Gier der Vorstände, die Göker - Firmen erst möglich machen. Qualität und Kundeninteresse spielen dabei keine Rolle.
Die Alte Leipziger kündigt dann lieber dem kleinen Makler die Courtagezusage und hoffiert Leute wie Göker.

Es bleibt zu hoffen, dass die Justiz das zeigen der Wahrheit nicht versagt.
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