Bürger ärgern sich über Finanz-Spam

Berater Panorama von Oranus Mahmoodi

Den gesetzeskonformen Umgang mit personenbezogenen Daten müssen die deutschen Finanzdienstleister wohl noch üben. 60 Prozent der Bundesbürger beschweren sich darüber, in den zurückliegenden zwölf Monaten von Banken oder Versicherungen mit Werbung zugekleistert zu werden. Ihr Einverständnis für die Umwerbung haben die Menschen den Finanzinstituten nicht erteilt.

Im vorherigen Jahr war die Zahl der Bürger, die sich durch Werbung zu Finanzprodukten belästigt fühlen um einen Prozent größer. Die Finanzbranche hat demnach praktisch keine Fortschritte in Sachen Datenschutz erzielt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.000 Personen aus Deutschland, die bereits im zweiten Jahr im Auftrag der Beratungsgesellschaft KWF Business Consultants durchgeführt wurde.

Die Bürger sind verärgert über die unerlaubte Werbung. Besonders ärgerlich sei das Festhalten vieler Banken und Versicherer an dieser Praxis. Wie in der Vorjahresbefragung ärgern sich rund drei
Viertel der unfreiwillig per Post, E-Mail oder Telefon kontaktierten Personen sehr über solche Werbeaktionen. Sollte die eigene Bank oder Versicherung einer Datenschutz-Verletzung überführt werden, würden es mehr als vier von zehn Deutschen darüber hinaus nicht mit einer Beschwerde gut sein lassen, sondern wenn möglich alle laufenden Verträge kündigen (43 Prozent der Befragten) oder zumindest keine neuen Verträge abschließen (41 Prozent). Hinzu kommt, dass mehr als jeder Dritte seinen Freunden und Bekannten aktiv von dem Unternehmen abraten würde. Das Spammen der Bürger mit Werbung löst das Gegenteil von dem aus, was die Werber erwarten.

 

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