Pools & Finance: Interview mit Günter Schlösser

03.04.2012 | Berater von Oranus Mahmoodi

Kaum eine Messe hat im Vorfeld so hohe Erwartungen erzeugt. Die Pools & Finance in Darmstadt wird veranstaltet von der BCA und der Jung, DMS &Cie. in Kooperation mit den Juniorpartnern FondsKonzept, blau direkt und dem VuV, dem Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland. procontra spricht vorab mit dem Vorstandsvorsitzenden der VuV, Günter Schlösser.

procontra: Herr Schlösser, branchenintern wird viel spekuliert über die Hintergründe zur Messe. Sie kooperieren als Verband mit vier Pools. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Günter Schlösser: Mit der Pools & Finance wird in diesem Jahr ein ganz neues Messekonzept umgesetzt. Hier bietet sich für freie Makler die Gelegenheit, auf hohem Niveau die Herausforderungen und Lösungen im unabhängigen Finanzvertrieb zu diskutieren. Wir als Verband der unabhängigen Vermögensverwalter sind von den Initiatoren der Messe in der Planungsphase auf eine Kooperation angesprochen worden und sehen deutliche Synergieeffekte auf beiden Seiten. Wir möchten Makler und Vertriebsorganisationen auf die Fonds und Dienstleistungen der unabhängigen Vermögensverwalter aufmerksam machen und den Blick auf die Fonds der unabhängigen Fondsboutiquen lenken. Denn oftmals kennen die unabhängigen Makler die Angebote unserer Verbandsmitglieder noch gar nicht. Ich darf Ihnen versprechen, ein Blick auf die Fonds lohnt sich. Auf der anderen Seite möchten wir unseren Mitglieder, den unabhängigen Vermögensverwaltern, die Möglichkeit bieten, bei der Messe direkten Kontakt mit den Vermittlern aufzunehmen.

procontra: Sie kommen aus einem anderen, auch "höherwertigem" Segment. Haben Sie keine Berührungsängste gegenüber den Maklerpools?

Schlösser: Sicherlich gibt es auf beiden Seiten noch Berührungsängste. Zu Unrecht. Denn neben der klassischen Vermögensverwaltung, in der Mandaten im Regelfall ab einer Summe von 250.000 Euro angenommen werden, bieten viele Vermögensverwalter eigene Fonds an. In diese Fonds kann der Anleger häufig mit einem Sparplan bereits ab 50 Euro monatlich einsteigen. Insofern sind diese Fonds für die Makler ein durchaus attraktives Produkt, um sich von anderen Vertrieblern abzuheben, die nur die Fonds großer Häuser im Angebot haben. Durch persönliche Gesprächen wollen wir helfen, Berührungsängste abzubauen. Dafür ist diese Messe sehr gut geeignet.

procontra:
Sie bündeln wohl bei der Pools & Finance ihre Kräfte. In der Branche gibt es Stimmen, die sagen, dass diese Messe ein Gegengewicht zur DKM bilden soll...

Schlösser:
Das kann ich nicht wirklich beurteilen, weil wir als Verband im Herbst vergangenen Jahres erstmalig an der DKM teilgenommen haben. Hier fehlt also der tiefere Einblick. Sicherlich hat die Pools & Finance aber eine etwas andere Ausrichtung: Das neue Messekonzept soll ganz bewusst auf die Angebote und Dienstleistungen der veranstaltenden Pools und deren Partner hinweisen. So soll zum Beispiel nicht nur die Produktlandschaft abgebildet, sondern auch die vielfältigen Bedürfnisse des unabhängigen Maklers in seinem Tagesgeschäft berücksichtigt werden.

procontra: Das hört sich nach einer harmonischen Verbindung an. Wird es denn über die Messe hinaus eine Zusammenarbeit geben?

Schlösser: Bisher gibt es bezüglich einer weiteren engen Zusammenarbeit noch keine konkreten Pläne. Ob die beteiligten Pools und unser Verband über die Messe hinaus -etwa im Marketingbereich- Synergien nutzen werden, müssen wir zu gegebener Zeit mit den Initiatoren und Veranstaltern unter Berücksichtigung der Eindrücke, die mit dieser Messe gesammelt wurden, besprechen.

Fotocredit: VuV

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