Jacobus bleibt gelassen
19.04.2012 | Berater von Oranus Mahmoodi
Der Vorstandsvorsitzende der Ideal Versicherung, Rainer M. Jacobus, ist gelassen. Obgleich sich einige Maklerpools öffentlich über die Ideal echauffiert haben. Dabei hat die Ideal lediglich versucht, Transparenz in den Markt zu bringen. Zielobjekte sind dabei nicht die Anwender, sondern die Köpfe der Maklerpools.
Ideal-Chef Rainer M. Jacobus gibt sich gelassen. Er hält nach wie vor an seiner Parole: „Die Qualität des Geschäfts muss sich verbessern, der Vertrieb muss qualitativ und nicht nur quantitativ gesehen werden“. Um Transparenz in den Pool-Markt zu bringen, hat die Ideal Versicherung die Maklerpools gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Die Checkliste selbst war online einzusehen, ebenso das Anschreiben an die Pools.
Scheinbar sind einige Maklerpools davon ausgegangen, dass der Inhalt der Checkliste veröffentlicht wird. „Wir hatten nie vor, die ausgefüllten Checklisten zu veröffentlichen“, sagt Jacobus. Die Checkliste diente als Vorlage für eine Negativ- beziehungsweise Positivliste. Die Ideal trennt hier für sich die Spreu vom Weizen. Das regt die Maklerpools auf, auch wenn diese sich gleichgültig geben. Jung, DMS & Cie., die DMU und maxpool regen sich öffentlich auf.
„Diejenigen, die sich beschweren, kannten unsere Spielregeln“, sagt Jacobus. Die Ideal habe nur autonom entschieden, mit wem sie zusammenarbeiten wolle. Die Andeutung der Pools, dass sie die Zusammenarbeit Ideal beendet haben, findet Jacobus grotesk. „Die einzigen, die Verträge gekündigt haben, sind wir“, sagt der Ideal-Chef. Zudem sei die Resonanz auf die Belistung von Ideal relativ klein gewesen. „Es sind nur drei, vier, fünf Pools, die sich beschweren - teilweise mit Behauptungen, die keiner Überprüfung standhalten können“, sagt Jacobus.
„Wir haben die Courtagezusage gegenüber der DMU gekündigt, nachdem keine Auskünfte von der DMU kamen - wie wir von dem Pool gefordert haben“, beschreibt er etwa einen Fall. Die Ideal habe außerdem das Recht, die Pools zu überprüfen. Dabei ginge es nicht etwa darum, die Anwender der Pools anzugreifen - die Pools selbst sollten mehr Transparenz zeigen und auch ihre Vermittler benennen.
Der Vorstandvorsitzende meint, die Ideal lebe Transparenz schon lange. „Wir sind als Versicherer doch gläsern“, sagt Jacobus. Dass die Maklerpools die Relevanz der Ideal Versicherung herunterspielen und dennoch gegenüber procontra online die Vorgehensweise des Versicherer bemängeln, kritisiert Jacobus. „Warum regen sich die Verantwortlichen der Pools so auf? Das ist ein Widerspruch in sich, wenn sie dann meinen, die Ideal sei bedeutungslos für sie“, fragt Jacobus. Ein Positives sieht der Ideal-Chef allerdings an der Angelegenheit: „Kein Mensch kann nach dieser ganzen Geschichte sagen,`ich beschäftige mich nicht mit der Transparenz von Pools´“.













Kommentare
Man kann zu den Punkten stehen wie man will, aber es fällt schon auf, dass die Negativäußerungen hier und an anderer Stelle immer anonym kommen, nicht wahr?
Wer sich da wohl negativ äußert?
Sollte es wirklich Makler oder Versicherer geben, die sich weniger Einblick bei ihrem Poolpartner wünschen?
Merke: Alle Poolchefs sind für Transparenz...
...bis sie diese tatsächlich leben sollen.
:biggrin:
Warum müssen Makler Transparenz scheuen? Die müssten sie doch auch gegenüber dem Kunden zeigen!
Ehrlich gesagt, ich versteh die Aufregung nicht.
Jedenfalls hat die Ideal die Kriterien öffentlich gemacht. Es wäre jetzt daran, dass jemand tatsächlich beweist, dass das rechtlich fragwürdig ist. Das müsste ein Rechtsanwalt mit entsprechender Fachrichtung tun. Aber vermutlich wird sich da keiner finden.
Wieso eigentlich schadet Herr Jacobus der Ideal? Vielleicht nutzt er ihr ja, weil durch bessere Transparenz finanzieller Schaden abgewendet wird... Aber das dürfte doch eigentlich nicht Ihre Sorge sein.
In allen Vermittlerverträgen ist Stillschweigen vereinbart. Dieses wird von Jacobus gebrochen, um andere in die Knie zu zwingen. Dabei vergisst er die eigene Bedeutungslosigkeit. Er schadet seinem Unternehmen immens und müsste eigentlich seinen Posten räumen. Schließlich kann er die Zusammenarbeit beenden mit wem er will. Wozu aber die Öffentlichkeit? Einfach peinlich der Mann.
Zitat Herr Jacobus: „Wir haben die Courtagezusage gegenüber der DMU gekündigt, nachdem keine Auskünfte von der DMU kamen - wie wir von dem Pool gefordert haben“.
Wir distanzieren uns von dieser Aussage und dass sie unwahr ist kann ich belegen! Von unserem Maklerbetreuer der ideal wurden wir, nach der Veröffentlichung und auf unsere Anfrage informiert, dass wir keine Checkliste erhalten sollten!! Herr Jacobus bestätigte persönlich in zwei Telefongesprächen, er habe uns keinen Fragebogen geschickt -und sich das Porto gespart- weil er den Eindruck gehabt hätte, dass wir keine Auskünfte erteilen wollen! Diesen Eindruck hätte er auf der DKM 2011 von uns gehabt. Lieber Herr Jacobus, die degenia/DMU gehörte nicht zu den Pools, die öffentlich zu einem Boykott der Dortmunder Erklärung aufgerufen haben. Wir regen uns nicht über Transparenz auf, sondern über die Art und Weise wie die ideal damit umgeht! Es ist für mich ein Unding, einen kerngesunden und transparenten Sachpool, wie es ist die DMU -nachweislich- ist, öffentlich an den Pranger zu stellen!
Und uns dann noch öffentlich zu bezichtigen, dass wir unwahre Angaben machen ist beschämend. Ich habe zuerst aus der Presse, und erst dann von der ideal von der Kündigung der Courtagezusage erfahren. Allein dieses Vorgehen ist schon merkwürdig! Und es ist keinesfalls grotesk sondern belegbar, dass die DMU seit 7 Monaten aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen die Tarife der ideal aus den Vergleichsrechnern genommen hat! Wenn in fast 10 Jahren nur 200 Verträge zustande gekommen sind, macht das weder für die ideal noch für uns betriebswirtschaftlich Sinn! Es ist richtig, dass die ideal -jetzt- kündigte, aber eine Zusammenarbeit unsererseits fand schon lange nicht mehr statt!
Der i-punkt ist, über einen Pressesprecher der ideal eine E-Mail hier im Forum zu veröffentlichen, wonach schriftlich vom Vorstandsvorsitzenden –Vertraulichkeit- zugesichert wird. Das zeigt –nicht nur mir-, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, wie sie im Geschäftsleben Grundvoraussetzung ist, mit der ideal nicht möglich ist!
Ich wünsche Ihnen deshalb für den –neu- eingeschlagenen Weg alles Gute.
Gez. Halime Koppius
Geschäftsführerin DMU Deutsche Makler Union GmbH, sowie
Vorstand der degenia Versicherungsdienst AG
Würde der Gesetzgeber hier endlich mal eingreifen, dem VR die Annahme eines Antrages vom Makler auch ohne Courtagezusage/Courtagevereinbarung verpflichten, bei gleichzeitiger Zahlung von Courtage oder Angebot einer Nettopolice, dann bräuchten wir Makler keine Pools. Das wäre der beste Verbraucherschutz, den man in diesem Land bieten könnte. Das wäre dann ein idealer Zustand.
1. Die Courtagezusage wurde von der IDEAL gekündigt, weil DMU/degenia sich im Vorfeld geweigert hatte, den Fragebogen auszufüllen.
2. Die DMU/degenia ist auf uns zugekommen, weil sie unbedingt die Zusammenarbeit wieder aufnehmen wollte und hat Anfang April Fragebogen und vertrauliche Unterlagen geschickt. Als Grund wurde in zwei Telefonaten der Druck des Marktes aufgeführt.
3. Der Fragebogen ist aus unserer Sicht falsch beantwortet worden, unsere Weigerung wieder Geschäft aufzunehmen, hat sachliche Gründe.
Als Ergänzung hierzu, veröffentlichen wir hier die E-Mail an die degenia vom 11. April 2012:
Sehr geehrter Herr Löffler,
ich bestätige Ihnen den Eingang der beiden Jahresabschlüsse 2010 mit Schreiben vom 05.04.2012 und versichere Ihnen vertrauliche Behandlung im üblichen Rahmen.
Folgende Feststellungen möchten wir treffen:
1. Entgegen den Aussagen in der Checkliste (s.u.) veröffentlichen Sie keinen ausführlichen Jahresabschluss, sondern nur die sehr knappe Zusammenfassung, die auch dem Registergericht eingereicht wird und wenig Aussagekraft hat.
2. Die vollständigen Jahresabschlüsse stellen Sie unter Vertraulichkeit. Das sind nämlich genau die Unterlagen, die Sie uns mit Schreiben vom 05.04.2012 zugesandt haben.
3. Entgegen den Angaben in der Checkliste sind die Jahresabschlüsse nicht von einem Wirtschaftsprüfer testiert. Ihr Steuerberater, der die Abschlüsse aufgestellt hat, ist zwar Wirtschaftsprüfer, hat aber Ihre Abschlüsse nicht qualitativ geprüft und testiert. Gemäß § 319 Abs. 3, 3a HGB ist das auch gar nicht gestattet.
Nach Prüfung der Sachlage und der Jahresabschlüsse haben wir entschieden, die Zusammenarbeit mit Ihnen nicht wieder aufzunehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
Rainer M. Jacobus
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IDEAL Lebensversicherung a.G.
IDEAL Versicherung AG
Vorstandsvorsitzender