Hedge-Fonds-Regeln: Revolution im Alpenstaat
17.04.2012 | Investmentfonds von Oranus Mahmoodi
Die Schweiz verliert ihr Image als Geld- und Bankenland. Der Staat möchte neue Regeln für Hedge-Fonds einführen. Diese sollen strenger sein als die EU-Vorgaben - die strengsten der Welt sollen es werden.
Laut
einem Bericht der britischen Financial Times möchte das Alpenland die EU-Vorgaben für die Branche mit einem „Swiss Finish“ perfektionieren. So ähnlich wie die Schweiz bereits bei den neuen Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen für Banken (Basel III) umgegangen ist. Das Land steht vor einer radikalen Wende. Die Schweiz war weltbekannt für die seichte Vermögensverwaltung. Noch hat das Parlament nicht entschieden.
Die Vorgaben würden für sämtliche Investoren gelten, auch für Einheimische. Die Schweizer sind eine der größten Kundengruppen mit einem Volumen von rund 2000 Milliarden US-Dollar in Hedge-Fonds. Alle Fonds, die Schweizer Kunden haben, wären von der Regulierung betroffen.
Die neuen Regeln sollen „die Qualität in der Vermögensverwaltung erhöhen und den Schutz von Investoren verbessern“, heißt es bei der Schweizer Finanzaufsicht Finma.
Die Hedge-Fonds-Industrie umfasst weltweit etwa 9800 Fonds. Die globalen Marktführer sitzen in den USA. Der wichtigste Finanzplatz in Europa ist noch London, wo die Branche aber wegen der neuen EU-Regeln in die Schweiz fliehen wollte. Die Branche steht unter extremem Druck. Die Revision eines Gesetzes zu Kapitalanlagegesellschaften wird in beiden Kammern des Parlaments in den Sommer- und Herbst-Sitzungsperioden beraten. 2013 soll die Regel in Kraft treten.
Fotocredit: berggeist007, pixelio













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