AWD-Gründer: Talentierter Geschäftsmann oder Betrüger?

Panorama von Oranus Mahmoodi

Carsten Maschmeyer verrät das Geheimnis seines Erfolges. Der AWD-Gründer hat ein Buch geschrieben: „Selfmade – erfolg reich leben“. Heute wird es erscheinen. In den Internetforen wird schon seit Tagen diskutiert: Die einen halten ihn für ein Finanzgenie, die anderen für einen fiesen Abzocker.

Ob er nun ein Halunke oder eine Koryphäe der Finanzwelt ist – ein Selfmademan ist er allemal. Maschmeyer stammt aus einfachen Verhältnissen und hat sich zu einem der erfolgreichsten Unternehmern hochgearbeitet. Sein Lebenskonzept: „Erfolg ist machbar, wenn man nur weiß, wie“. Klingt wie eine leere Phrase, wie so vieles, was der Selfmademan von sich gibt.

Anhand seiner Lebensgeschichte beschreibt Maschmeyer Strategien, um erfolgreich zu sein, sei es finanziell, beruflich oder privat. Der 53-Jährige wurde Ende der 70er Jahre Finanzberater, erfindet  1988 die unabhängige Finanzberatung und gründet ADW, der 2000 an die Börse gebracht wird und in den MDAX aufsteigt. Vor fünf Jahren trennt er sich von seinen ADW-Anteilen. Inzwischen ist er mit seiner Maschmeyer Group an diversen Unternehmen beteiligt.

Öffentliche Aufmerksamkeit bekommt der gebürtige Bremer nicht nur durch seine Noch-Verlobte und „Superweib“ Veronica Ferres. 1998 finanziert er eine Werbekampagne zugunsten Gerhard Schröder, nach dem Motto: „Der nächste Kanzler muss ein Niedersachse sein“.

Zuletzt kam Maschmeyer in die Schlagzeilen, weil er seinem Kumpel und Skandal-Präsidenten Christian Wulff in seiner Villa auf Mallorca einen Luxus-Urlaub verbracht hat. Maschmeyer kennt alle Großen, Mächtigen uns Schönen in Deutschland. Wer möchte kann nachlesen, ob er in seinem Buch mehr verrät als hohle Phrasen eines selbsternannten Selfmademans.


Fotocredit: Verlagsgruppe Random House

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