Wer im Glashaus sitzt…

Berater Recht & Haftung von Matthias Hundt

procontra testete zusammen mit dem Bundesverband für Finanzdienstleistung (AfW) die Beratungsqualität der Verbraucherzentralen am Telefon. Erstaunlich dabei war, dass die sonst in Richtung der freien Finanzdienstleister geforderten Standards selbst nicht eingehalten wurden.

Verbraucherzentrale im Test

Test den Testern! procontra unterzog Verbraucherzentrale einem Test. Ergebnis: Die eigenen Standards werden nicht immer eingehalten. Bild: procontra

Spätestens seit dem „Finanzhai“-Video sind die Fronten zwischen den Provisionsberatern und den Verbraucherzentralen verhärtet. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hatte in dem Videoclip der Beraterschaft pauschal das Interesse am eigenen Kunden abgesprochen und ihnen reines Agieren nach Provisionshöhen vorgeworfen.

Um solche Interessenskonflikte auszuschließen, führe nichts an einer unabhängigen Beratung vorbei. Damit warben die Verbraucherzentralen natürlich auch stark für ihr eigenes kostenpflichtiges Beratungsangebot. Dieses besteht unter anderem zu Fragen zur Altersvorsorge und Versicherungen. Letzteres nahm procontra in Anspruch, um feststellen zu können, welchen Mehrwert die Telefonberatung der Verbraucherzentralen liefert.

Als Musterkunde diente das Profil eines Studenten, der demnächst 10.000 Euro aus einer fällig werdenden Lebensversicherung erwartet. Die entsprechende Assekuranz kontaktierte ihn schon mehrfach, um die weitere Verwendung des Betrages zu besprechen. Vor einem solchen Termin wollte er sich jedoch unabhängigen Rat einholen. Mit der Frage, wie das Geld nun am sinnvollsten verwendet werden sollte, wendeten wir uns an die einzelnen Verbraucherzentralen der Bundesländer.

Seite 1: Test-Aufbau
Seite 2: Die Beratung
Seite 3: Fazit

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