Ratenkredite: Online statt Bankfiliale

Unternehmen Themenseite Ratenkreditmarkt von Bernd Schlagensetter

Online-Banking wird bei den Deutschen immer beliebter – dies macht sich auch beim Geschäftsfeld Ratenkredite bemerkbar. Hier können die Unterschiede nämlich gewaltig ausfallen.

Internet statt Bankfiliale: Auch Ratenkredite werden immer häufiger online abgeschlossen.

Internet statt Bankfiliale: Auch Ratenkredite werden immer häufiger online abgeschlossen. Foto: dawnfu - Pixabay.de

Wer sich Geld leihen möchte, sucht immer seltener den direkten Weg zur eigenen Hausbank auf. Stattdessen greifen immer mehr Verbraucher bei der Kreditsuche auf das Internet zurück, wie eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des Bankenfachverbands zeigt.  

Eine Aussage, die wenig überrascht. Denn die Bereitschaft der Deutschen, Finanz- bzw. Bankgeschäfte online zu absolvieren, steigt allgemein. Laut Statistischem Bundesamt ist der Anteil der Deutschen, der seine Bankgeschäfte im Internet erledigt, in den vergangenen zehn Jahren von 43 auf 53 Prozent gestiegen. Zwar begnügt sich ein Großteil dieser Nutzer dabei auf ein Abrufen des Kontostandes oder Überweisungen, doch auch der Abschluss eines Ratenkredites über das Internet ist für immer mehr Deutsche offenbar denkbar. So habe sich der Anteil an Online-Ratenkrediten in den vergangenen zwei Jahren von 21 auf 27 Prozent erhöht, teilen die GfK-Marktforscher mit.  

Große Unterschiede bei den Zinsen  

Immer mehr Verbraucher wollen sich anscheinend nicht mehr darauf verlassen, dass ihre Hausbank ihnen das beste Angebot unterbreitet, wenn es um die Finanzierung des neuen Autos, der Sofalandschaft oder der neuen Waschmaschine geht. Untersuchungen scheinen den Deutschen dabei Recht zu geben. Das DFSI Deutsches Finanz-Service-Institut GmbH ermittelte im Jahr 2016 enorme Unterschiede bei den Effektivzinsen von Ratenkrediten.

So rangierten die Zinssätze für Kreditnehmer mit niedrigster Bonität zwischen 4,24 und 15,99 Prozent. „Durch die Wahl eines günstigen Anbieters lassen sich bei größeren Ratenkrediten mit längerer Laufzeit durchaus Tausende von Euro sparen“, ließ sich DFSI-Geschäftsführer Thomas Lemke zitieren. So bedeute eine Differenz von 11,75 Prozentpunkten bei einem Ratenkredit von 10.000 Euro im Jahr einen Unterschied von 1.175 Euro. Die Finanzberatung FMH ermittelte im November des vergangenen Jahres Unterschiede in Höhe von 7,49 Prozent.  

Einher geht die wachsende Online-Abschlussbereitschaft mit der Tatsache, dass sich auch immer mehr Deutsche über günstige Kreditkonditionen im Internet informieren. Zwar ist die Bankfiliale immer noch mit Abstand die wichtigste Informationsquelle für viele Verbraucher, doch hat das Internet in den vergangenen Jahren deutlich aufgeholt, wie die GfK-Untersuchung zeigt.  

Grund hierfür ist auch die steigende Anzahl neuer Anbieter, die sich im Internet mit der Vermittlung von Ratenkrediten beschäftigt. „Nahezu alle Finanzgeschäfte können heute bequem, sicher und schnell im Internet erledigt werden“, bewertete kürzlich Ulrich Dietz, Vizepräsident beim Digitalverband Bitkom, die neuesten Entwicklungen und gibt sich überzeugt: „Ihre innovativen Angebote werden unseren Umgang mit Geld grundlegend verändern.“        

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