Wann rechnet sich ein Forward-Darlehen?

Baufinanzierung Meistgeklickt von Florian Burghardt

Wenn die Zinsbindung für den Baukredit ausläuft, muss in der Regel eine Anschlussfinanzierung her. Mit einem Forward-Darlehen kann man sich die günstigen Zinsen von heute schon für später sichern. Dennoch ist diese Variante nicht für jeden sinnvoll.

Ein Forward-Darlehen ist nicht für jeden etwas. Zur Entscheidungshilfe des Kunden sieht Thomas Hein, Leiter des Partnervertriebs bei ING, auch die Berater gefordert.

Ein Forward-Darlehen ist nicht für jeden etwas. Zur Entscheidungshilfe des Kunden sieht Thomas Hein, Leiter des Partnervertriebs bei ING, auch die Berater gefordert. Bild: ING

Die Inhaber von Sparbüchern und Tagesgeldkonten merken es ganz besonders: Das Zinsniveau ist seit Jahren niedrig, weshalb die Sparguthaben immer weniger Rendite bringen. Parallel dazu steigt der Wert von Immobilien immer weiter. In dieser Phase werden die eigenen vier Wände somit als Altersvorsorge zunehmend attraktiver. Deshalb ist es auch für viele Menschen interessant, ihr Eigenheim jetzt mit einem Darlehen zu finanzieren, um von der späteren Wertentwicklung zu profitieren.

Bei der Entscheidung für eine Baufinanzierung spielen viele Faktoren eine Rolle. Ein zentrales Element ist dabei der zu zahlende Zins für den Kredit. Ist dieser besonders niedrig, greift man selbstverständlich gerne zu und möchte sich diesen am liebsten so lange wie möglich sichern. Aber Vorsicht: Kommt es nach der Festschreibung zur Anschlussfinanzierung, kann der Zinssatz deutlich höher ausfallen. Wer zum Beispiel heute seine Zinsbindung für 15 Jahre festschreibt, den könnte im Jahr 2033 ein ganz anderes Zinsniveau erwarten. Möglicherweise ein Zinsniveau, dass nicht zu seinen finanziellen Vorstellungen passt.

Das Risiko steigender Zinsen eingrenzen

In bestimmten Fällen können Kreditnehmer das Risiko steigender Zinsen durch ein Forward-Darlehen eingrenzen. Durch diese Form des Darlehens können sich Eigenheimbesitzer den günstigen Zins von heute für mehrere Jahre im Voraus sichern und so ihre niedrige monatliche Rate beibehalten.

Um aber den „Joker“ Forward-Darlehen sinnvoll einsetzen zu können, ist eine Einschätzung des Marktes unerlässlich. „Wenn sich ein Kreditnehmer dagegen sicher ist, dass die Zinsen steigen werden, kann der Abschluss des Forward-Darlehens auch für 'Rechner' trotz Zinsaufschlags die rentabelste Lösung sein“, erklärt Thomas Hein, Leiter des Partnervertriebs bei ING.

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