Wann rechnet sich ein Forward-Darlehen?

Baufinanzierung Meistgeklickt von Florian Burghardt

Vorlaufzeit beachten

Genau dieser Forward-Zeitraum, also vom Abschluss des Forward-Darlehens bis zur Anschlussfinanzierung, ist ein Knackpunkt an dem Produkt. Ein gängiger Zeitraum ist zwei bis drei Jahre. Die angebotenen Höchstlaufzeiten sind dabei, laut Hein, von Bank zu Bank unterschiedlich. Häufig seien aber 5 Jahre die Obergrenze. Und diese ist entscheidend: Je länger der Forward-Zeitraum, desto teurer wird es für den Kreditnehmer.

Denn ein Forward-Darlehen kann zwar die Angst vor einer bösen Überraschung bei der Anschlussfinanzierung nehmen. Allerdings gibt es diese Sicherheit nicht umsonst, sondern für einen Aufschlag beim dann zu zahlenden Zins. „Man sollte sich also bei einer Entscheidung pro Forward-Darlehen schon sicher sein, dass die Zinsen in unserem aktuellen Niedrigzinsumfeld mittelfristig steigen werden“, so Hein.

Für wen ist es geeignet?

Grundsätzlich passt ein Forward-Darlehen auch nicht zu jedem Baufinanzierungskunden. Bezogen auf die unterschiedlichen Kundentypen macht es laut Hein besonders viel Sinn bei Menschen, die ein großes Sicherheitsbedürfnis haben und sich in Kreditangelegenheiten am liebsten um nichts kümmern möchten. Wer hingegen selbst gerne die Entwicklung auf den Märkten beobachtet und eine gewisse Zinssensibilität mitbringt, der sollte lieber abwarten und sich selbst ein Bild der Möglichkeiten machen.

Ob sicherheitsliebend oder risikofreudig: Mit der Hilfe eines fachkundigen Vermittlers sind alle Kunden besser aufgestellt. Das gilt auch schon beim Beginn der Baufinanzierung, bei der das Konzept Forward-Darlehen gleich mit vorgestellt werden kann. In der Folge kann der Berater für den Kunden den Markt beobachten und einen geeigneten Zeitpunkt für ein Forward-Darlehen ausmachen.

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