Die 5 Hauptargumente für die PKV

PKV von Sebastian Wilhelm

Auch wenn die PKV medialen Gegenwind erfährt und unter den Niedrigzinsen leidet: Ihre Strahlkraft bleibt ungebrochen, denn die fundamentalen Argumente treffen unverändert zu. Wir nennen die fünf schlagkräftigsten für die Beratungsarbeit.

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1. Garantierte Leistungen

Es begann 1977 mit dem Kostendämpfungsgesetz, das die freie Krankenhauswahl beendete und die Erstattungen für Zahnersatzleistungen und Arzneimittel kürzte. Das Nachfolgegesetz führte fünf Jahre später Zuzahlungen für Brillen ein und beschränkte die Kostenübernahme für zahntechnische Leistungen beim Zahnersatz. Und so ging es mit der gesetzlichen Krankenversicherung weiter: 1983 Haushaltsbegleitgesetz (Zuzahlungen für stationäre Behandlung), 1989 Gesundheitsreformgesetz (Zuzahlungen zu Fahrtkosten und Reha, Streichung des Sterbegeldes, Kürzungen beim Zahnersatz), 1993 Gesundheitsreform, 1997 Beitragsentlastungsgesetz und, und, und. Es ist schlechte Tradition in der GKV, dass die Leistungen stetig weiter beschnitten werden – und das dürfte sich angesichts der Ausgabensteigerungen nicht so bald ändern. In der privaten Krankenversicherung hingegen sind die Leistungen ohne Wenn und Aber vertraglich fixiert und können vom Versicherer nicht eingeschränkt werden.

 

2. Finanzielle Zukunftsvorsorge

Über 220 Milliarden Euro haben die privaten Krankenversicherer an Alterungsrückstellungen auf die hohe Kante gelegt. Dieses weiterhin wachsende Vermögen soll die absehbaren Kostensteigerungen eines alternden Versichertenkollektivs kompensieren. Auch wenn die aktuell anstehenden Prämiensprünge nicht den Eindruck erwecken: Die PKV ist für die Zukunft deutlich besser gerüstet als die gesetzlichen Kassen. Denn denen sind Alterungsrückstellungen unbekannt, sie leben von der Hand in den Mund. Wenn man den „Schwarzer-Schwan-Effekt“ durch die Niedrigzinsphase herausrechnet, zeigt sich, dass nur die PKV solide und zukunftsfest wirtschaftet.

 

3. Top-Versorgung

In der gesetzlichen Versorgung regiert der Budgetdruck. Allzu oft wird nicht das medizinisch Beste verordnet, sondern das wirtschaftlich Günstigste. Viele fachliche Koryphäen behandeln erst gar keine GKV-Patienten, und wenn, dann muss mit monatelangen Wartezeiten gerechnet werden. Derartige Einschränkungen sind Privatversicherten unbekannt. Erstattet wird hier, was der Arzt für sinnvoll hält, auch die aufwendigsten und neuesten Diagnosen und Therapien am Medizinmarkt. Und Facharzttermine gibt es im Handumdrehen.

 

4. Wahlfreiheit

Während alle gesetzlich Versicherten auf das gleiche – schmale – Leistungsangebot festgelegt sind, können PKV-Kunden selbst wählen, was ihnen wichtig ist. Legen sie etwa Wert auf eine umfassende Vorsorge, auf Naturheilkunde oder auf hohe Zahnerstattungen, dann schließen sie einfach den entsprechenden Tarifbaustein ab oder entscheiden sich für einen Premium-Tarif, der auf allen Gebieten volle Leistung bringt. Die gleiche Wahlfreiheit genießen Privatversicherte in der Regel bei Behandlern, Therapien und Krankenhäusern.

 

5. Preis/Leistung

Auch wenn private Policen 2017 im Schnitt deutlich teurer werden, so gilt doch nach wie vor: Der Kunde erhält in der PKV mehr für seinen Beitragseuro als in der GKV. Ausnahmen bilden lediglich Geringverdiener, die entsprechend niedrige gesetzliche Beiträge leisten müssen. Normal-, Gut- und Besserverdiener dagegen müssen relativ viel Geld für magere Leistungen berappen, die auch noch regelmäßig weiter eingeschränkt werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der PKV sticht das der GKV in aller Regel deutlich aus. 

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