Trübe Aussichten
Aktienmärkte haben sich in jüngster Zeit zwar erholen können, doch Christian Blaabjerg, Chef-Aktienstratege der Saxo Bank, glaubt nicht an eine weitere Aufwärtsbewegung. Im Gegenteil: Die Wirtschaftslage spräche eher für eine Abwärtsbewegung.
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„Aktien haben sich in jüngster Zeit gut entwickelt – trotz schwacher US-Wirtschaftsdaten und verhaltener Aussichten für das weltweite Wirtschaftswachstum”, so der Saxo-Bank-Stratege. Diese Erholung der Aktienmärkte beruhe zum einen auf attraktive Bewertungen und zum anderem auf der Erkenntnis, dass sich an den niedrigen Zinsen in den wichtigsten Märkten so bald nichts ändern werde.
Auf absehbare Zeit wird sich aber eine fallende Produktivität auf die Kurse durchschlagen: „Aufgrund des massiven Personalabbaus konnten viele Unternehmen auf Mehrarbeit der verbleibenden Mitarbeiter drängen, ohne dass sich die Löhne nach oben bewegten. Das wird sich bald ändern, und die höheren Lohnkosten werden auf die Margen drücken”, erklärt Blaabjerg.
Angesichts einer anhaltenden schwachen Weltwirtschaft bewertet Blaabjerg die Entwicklung der Aktienmärkte für die nächsten ein bis drei Monate daher pessimistisch. Hinzu käme, dass die öffentlichen Ausgaben in Europa dieses und nächstes Jahr zurückgefahren würden. Dies schüre zusätzlich die Sorgen über das Wirtschaftswachstum.
Langfristig ist der Saxo-Bank-Stratege neutral eingestellt, prognostiziert aber vorsichtige Aufwärtstrends: „Für die kommenden drei bis zwölf Monate sehen wir für die entwickelten Aktienmärkte noch nicht den Anfang eines mehrjährigen Bullenmarkts gekommen. Wahrscheinlich wird es 2012 wieder aufwärts gehen, wenn die Gewinne wieder stärker wachsen”, so Blaabjerg abschließend.
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