Blick auf die Rohstoffmärkte
Das Geschehen an den Märkten ist derzeit von Risikoaversion geprägt. Alan Plaugmann, Rohstoffexperte von der Saxo Bank, kommentiert die Auswirkungen des gegenwärtigen Drucks der Aktien- und Bondmärkte auf die Entwicklung der Rohstoffpreise.
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Nicht zuletzt angesichts der hohen Lagerbestände dies- und jenseits des Atlantiks gerät der Ölpreis unter Druck. „Nachfrage- und Wachstumsschätzungen für USA und Asien haben den Kurs hoch gehalten. Doch weniger optimistische Aussichten für Aktien und Anleihen haben dem Preis hingegen wieder zugesetzt“, erklärt der Saxo-Bank-Experte. „Auf den Frachtmarkt wirken sich die hohen Lagerbestände ebenfalls sehr ungünstig aus.“
Beim Öl der Sorte WTI wurden in den letzten 3 Wochen bedeutende Verluste verzeichnet. Laut Plaugmann müsse ein weiterer Kursrückgang von bis zu 15 Prozent befürchtet werden.
„Auch Getreide ist in der vergangenen Woche deutlich unter Druck geraten, wobei das Bild hier je nach Getreidearten sehr gemischt ist. Während der Weizenpreis zum Beispiel gefallen ist, bewies der Preis für Mais trotz der aktuellen Risikoaversion Stärke.“ Die knappere Maisernte in den USA deutet darauf hin, dass die Fehlmenge wohl deutlich höher ausfallen wird als erwartet. „Die Weizen- und Sojabohnennachfrage hingegen scheint in Zukunft gut bedient werden zu können“, urteilt der Saxo-Bank-Experte. „Hier haben wir die Spitzen wohl schon gesehen.“
Für Metalle, insbesondere Gold, ist die gegenwärtige Risikoaversion erneut von Vorteil. „Wir können im Augenblick keine Anzeichen dafür erkennen, dass Investoren wieder mehr Appetit auf Risiko bekommen. Dies wird auch dem Goldpreis zu neuen Höhen verhelfen“, stellt Plaugmann abschließend fest.
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