Bauchgefühl überwiegt
Bauchgefühl und Kopfentscheidung klaffen bei den Deutschen weit auseinander. Zumindest was Kapitalanlagen betrifft. Doch dadurch entgehen Privatinvestoren viele attraktive Renditechancen.
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Das jährlich durchgeführte Investmentbarometer des britischen Vermögensverwalters Schroders zeigt, dass deutsche Privatanleger internationale Investitionen scheuen. Grund dafür sind Unkenntnis und Unsicherheit. So halten 54 Prozent der Studienteilnehmer ausländische Kapitalanlagen für zu riskant. Und rund die Hälfte der Befragten gab an uninformiert zu sein.
Die große Unsicherheit spiegelt sich vor allem in einem irrationalen Anlageverhalten wieder. So hält die Hälfte aller Befragten China für die Supermacht von morgen. Weiterhin meinen 41 Prozent es sei sinnvoll dort in den nächsten Monaten zu investieren. Die Investition tatsächlich ausführen wollen aber nur sieben Prozent. „Das Investitionsverhalten vieler Privatanleger ist von einer emotionalen Blockade geprägt“, erklärt Achim Küssner, Geschäftsführer von Schroder Investment Management. Außerdem halte die Furcht vor einer globalen Rezession und vor inflationsbedingtem Wertverlust viele Beteiligte vor Investitionen in die Emerging Markets ab.
Umso mehr wird auf den Heimatmarkt gesetzt. Fast 80 Prozent der Befragten waren in diesem Jahr in Deutschland investiert. Auf diese Weise wird allerdings die notwendige Diversifikation vernachlässigt. „Anlegern entgehen nicht nur Renditechancen, sondern durch die geringe Streuung erhöhen sie auch das Risiko in ihrem Portfolio“, erklärt Küssner.
Die große Unsicherheit unter den deutschen Anlegern zeigt sich weiterhin in der Produktpräferenz: 44 Prozent der Befragten investieren über 60 Prozent ihres Anlagevermögens in Fest- oder Tagesgeldkonten. „Es gibt nach wie vor ein starkes Informationsdefizit bei Anlegern“, resümiert Küssner, „hier wartet viel Arbeit auf die Kapitalanlagebranche, denn solange Anleger nicht selbst über die nötigen Kenntnisse verfügen, sind sie auf fundierte Beratung und hohe Produktqualität angewiesen.“ Die wichtigste Aufgabe der Berater sei aus diesem Grund die Aufklärung über die Vorteile einer breiten Diversifikation.
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Eine Antwort zu “Bauchgefühl überwiegt”
26.08.2010 um 14:15
So lange Banken und Versicherungen mit Ängsten die Menschen in die verzinslichen Anlagen schicken wird sich nicht viel ändern lassen. Versicherungen die mit Renditen in ihren Fondspolicen werben, beißen sich in den “eigenen Schwanz”!
Wie soll das den treuen Kunden in den Kapitallebensversicherung und Rentenversicherungen erkärt
werden. ALSO weiter Garantien versprechen und Bestand in verzinslichen Anlagen hoch halten.
Das Problem ist das den Menschen keiner zeigt, wie man mit Fondswechsel und Beobachtung der Anlage sein Geld sichern oder
vermehren kann. Die wichtigste Garantie ist auf sein Geld aufzupassen!