Büromärkte im Aufwind
Zur Jahresmitte 2010 ist die Stimmung auf den europäischen Märkten für Büroimmobilien positiv. Die Spitzenmietpreise stabilisieren sich, die Büroflächennachfrage wächst und die Leerstandsquote bleibt stabil, so der aktuelle Marktbericht des Immobilienriesen Jones Lang LaSalle.
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Insgesamt hat die Investmentaktivität in europäische Büroimmobilienmärkte zugenommen. So lag das Transaktionsvolumen im ersten Quartal bei 44 Milliarden Euro, im zweiten Quartal wuchs es sogar nochmals um knapp 20 Prozent.
Weiterhin wächst die Nachfrage nach Büroflächen europaweit stetig an. Allein zwischen April und Juni 2010 stieg der Umsatz um sechs Prozent auf 2,6 Millionen m². Im Jahresvergleich bedeutet dies eine Zunahme von 34 Prozent.
Auch die durchschnittliche Leerstandsquote ist seit Ende letzten Jahres stabil und liegt derzeit bei rund 10 Prozent. Zwar zeigt die Hälfte der untersuchten Städte einen Anstieg der Quote, die Geschwindigkeit der Leerstandszunahme hat allerdings nachgelassen. So geht man bei Jones Lang LaSalle davon aus, dass der Höhepunkt in den meisten Märkten erreicht oder bereits überschritten ist. Die höchsten Leerstandsquoten, mit mehr als 15 Prozent, gelten zur Zeit für Amsterdam, Dublin, Budapest und Moskau. Mit 6,8 Prozent hat Paris den niedrigsten Wert. In Deutschland führt Frankfurt die Städte mit einer Quote von fast 14 Prozent an, Stuttgart hat mit unter 7 Prozent den geringsten Leerstand.
Auf der Angebotsseite kamen im zweiten Quartal rund 1,4 Millionen Quadratmeter an neuen Büroflächen hinzu. Das ist zwar eine Steigerung von 25 Prozent zum Vorquartal, im Vergleich zu den fünf Vorjahren hingegen bedeutet es ein deutlich geringeres Fertigstellungsniveau. In Städten wie London und Paris besteht, laut Marktbericht, bereits im nächsten Jahr die Gefahr einer Verknappung an gut ausgestatteten neuen Flächen. Schuld daran ist die Kreditkrise, die dazu führte, dass viele Projekte verschoben werden mussten und noch immer mit finanziellen Engpässen zu hadern haben.
Dagegen dürfte das Angebot an Second-Hand-Flächen noch in diesem Jahr in einigen Märkten weiter zunehmen. Die Zweiteilung der Marktentwicklung wird kurz- bis mittelfristig zu zunehmenden Preisunterschieden in den meisten Städten führen.
| Städte, mit dem größten Mietpreisanstieg*... | Spitzenmietpreise EUR/m²/Jahr |
|
|---|---|---|
| London West End | 13,3 | 1118 |
| Paris | 7,1 | 750 |
| London City | 5,3 | 657 |
| Städte, mit den höchsten Mietpreisrückgängen*… | Spitzenmietpreise EUR/m²/Jahr |
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|---|---|---|
| Dublin | -5,3 | 377 |
| Frankfurt | -2,9 | 396 |
| Madrid | -2,6 | 336 |
| Quelle: Jones Lang LaSalle *Angaben in Prozent |
