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Das Interesse der Anleger an Immobilien als Kapitalanlage ist im ersten Halbjahr 2010 deutlich gestiegen. Das belegen die aktuellen Umsatzzahlen des Immobilienverbandes Deutschland (IVD). Verantwortlich für die positive Entwicklung seien ein niedriger Zins und die Furcht vor Inflation.

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Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland private und gewerbliche Immobilien im Gesamtwert von fast 70 Milliarden Euro umgesetzt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres (rund  64 Milliarden Euro) entspricht dies einem Anstieg von knapp 9 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens. „Die gestiegenen Umsätze belegen deutlich das gestiegene Interesse an Immobilien als Kapitalanlage“, bestätigt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverband IVD. „Der Häusermarkt erfreut sich starkem Käuferinteresse. Grund dafür sind die guten Marktumfelddaten mit den historisch niedrigen Zinsen“, so Schick weiter. Zudem sei die Sorge vor einer ansteigenden Inflation dafür verantwortlich, dass Kapital vermehrt in Immobilien investiert werde.

Der positive Trend zeigt sich vor allem im westdeutschen Raum. Die neuen Bundesländer verzeichnen dagegen einen Rückgang des Transaktionsvolumens (1,7 Prozent). So entfielen vom aktuellen Umsatzvolumen des ersten Halbjahres etwa 63,50 Milliarden Euro auf die westdeutschen Bundesländer einschließlich Berlin und 6 Milliarden Euro auf die ostdeutschen Bundesländer. Der mit Abstand höchste prozentuale Umsatzrückgang (- 21 Prozent) ist dabei in Sachsen-Anhalt festzustellen. „Die Anhebung der Grunderwerbssteuer von 3,5 Prozent auf 4,5 Prozent spielt bei der Erklärung dieses deutlichen Rückgangs eine entscheidende Rolle“, meint Schick. Im Westen ist Hamburg das einzige Bundesland, das einen Rückgang der Immobilientransaktionen (-7,4 Prozent) verzeichnete. „Der Rückgang ist vermutlich in Zusammenhang mit der geringen Neubautätigkeit zu sehen. Es gibt einfach zu wenige Objekte, die bei den aktuell hohen Preisen ihren Besitzer wechseln“, so Schick.

Die höchsten regionalen Umsatzzuwächse...
...in Prozent
Thüringen
16,5
Saarland
16,2
Bayern
15,9
Berlin
13,7
Niedersachsen
10,8
Baden-Württemberg10,1
Absolute Umsatzzahlen der Bundesländer …
...in Milliarden Euro
Nordrhein-Westfalen
14,1
Bayern
14
Baden-Württemberg
10,4
Hessen
5,4
Niesersachsen
5,1
Berlin
3,5
Quelle: IVD
(Die Zahlen beziehen sich auf das 1. Halbjahr 2010)
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