Qualität zum Spottpreis
Die Vergütungsform hat keinen Einfluss auf die Qualität von Vermittlungen zeigt eine aktuelle Studie der mindtrace Stieber Beratung. Obendrein offenbart sich, dass die Berufsgruppe der Versicherungsvermittler in vielen Fällen kostenlos berät.
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Die mindtrace Stieber Beratung hat mit Unterstützung der bbg Betriebsberatungs GmbH eine Studie zum Thema „Zusammenhang von Vertriebskosten und der Qualität der Tätigkeit von Versicherungsvermittlern“ erstellt. Im Rahmen der Studie wurden über 1.200 Versicherungsvermittler (Makler, Mehrfachagenten und Einfirmenvertreter) und Versicherungsberater befragt.
Das entscheidende Ergebnis der Studie lautet, dass die Form der Vergütung nicht im Zusammenhang mit der Qualität der Vermittlungsleistung steht. Die Honorarberatung ist also kein Garant für bessere Beratungsqualität. Tatsächlich werde eine Verbesserung in der Beratungsleistung nur dadurch erreicht, dass die bereits hohen Standards der Qualitätskriterien aufrecht erhalten und weiterhin ausgebaut werden. Dies gelte insbesondere für den Bereich Weiterbildung und für die technischen Rahmenbedingungen. In jedem Fall aber erfüllen heute Versicherungsvermittler die Qualitätsanforderungen in hohem Maße, so die Studie.
Die zukünftige Qualitätsverbesserung könnte bei vielen Vermittlern allerdings an den finanziellen Rahmenbedingungen scheitern. So kann sich laut Studie mehr als die Hälfte der deutschen Haushalte eine Honorarberatung nicht leisten. Bereits heute führen Versicherungsvermittler für eine erfolgreiche Beratung im Schnitt rund 1,5 kostenlose Gespräche durch.
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3 Antworten zu “Qualität zum Spottpreis”
5.08.2010 um 20:35
Beratungsqualität an der Honorierungsfrage festmachen zu wollen, ist Zeichen für eine Denkweise, die leider immer mehr um sich greift. Wenn ich lese “Objektiv kann nur ein Honorar”Berater” sein, frage ich mich, wie lange dieser Kollege in diesem Geschäft bleiben will. Ich betreibe meinen Beruf jetzt knapp 40 Jahre und wäre ohne “Objektivität” unter Garantie ebenso schnell vom Markt veschwunden gewesen, wie alle diejenigen, die “das anbieten, bei dem man entsprechend verdient”.
Beratungsqualität ist keine Frage der Entlohnung.
Karl Vogt
5.08.2010 um 19:03
Die Beratungsqualität hat nichts mit der Art der Vergütung zu tun, sondern mit der Lern- u. Arbeitsbereitschaft des Beraters, je nach dem wie ernsthaft ein Berater seinem Job nachgeht! Nur die Objektivität geht bei der “Provisionsberatung” verloren. Der Berater wird immer nur Empfehlungen und Produkte anbieten, bei denen er entsprechend verdient. M. E. kann nur der Honorarberater objektiv und somit unabhängig beraten!
5.08.2010 um 13:17
Ich bin Finanzdienstleister, Versicherungsmakler und
berate zunächst ebenfalls kostenlos, (ausgenommen es geht um Dinge welche keinen Neu-Abschluß generieren und mit meiner Beratung in der Vergangenheit nichts zu tun hatten).
Ich denke meine Ber.-Qualität ist i.O.
Ich sehe es gleich: Honorarberatung bringt keine besseren Ergebnisse.