Alles drin
Maklerpools und Verbünde bieten ihren Vertriebspartnern weit mehr als den Zugang zu Produkten oder Courtagen. Auch wenn dieser sicherlich zu den Hauptmotiven einer Kooperation zählt. Wie genau das Leistungsspektrum aussieht, zeigt eine aktuelle Studie von BrunotteKonzept.
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Beratungssoftware, IT-Unterstützung und Vergleichsprogramme erleichtern dem Makler das Leben. Hinzu kommen Marketing-Services, Unterstützung bei der Büroorganisation, vielfältige Weiterbildungsangebote und vieles mehr. Kein Wunder also, dass sich die Pools über eine wachsende Zahl ihrer Vertriebspartner freuen. Selbst die großen Pools melden steigende Vermittlerzahlen. „Maklerpools und Verbünde haben sich als wichtige Partner von Maklern und Produktgebern etabliert“, erklärt Sabine Brunotte, Autorin der Studie „Maklerpools, Verbünde und Servicedienstleister 2010“. Insgesamt 25 der wichtigsten Maklerpools und Verbünde wurden für die Untersuchung nach ihren Serviceleistungen, ihren Forderungen an Produktgeber und ihrer geschäftlichen Entwicklung befragt. Dabei zeigte sich, dass kein Unternehmen dem anderen gleicht. „Die Bandbreite reicht vom Kleinstunternehmen mit geringem Umsatz über mittelgroße Kapitalgesellschaften bis hin zu Töchtern von Versicherungskonzernen. Auch Geschäftsmodell, Produktschwerpunkte, Werte und Ausrichtung unterscheiden sich gravierend, wie unsere Studie offenlegt“, so Brunotte.
So gaben elf der 25 Unternehmen an, im vergangenen Jahr Umsatzwachstum verzeichnet zu haben, sieben mussten Einbußen hinnehmen und weitere sieben wollten sich zu diesem Thema nicht äußern. Zu den Provisionserlösen fast aller Unternehmen beigetragen haben insbesondere die Lebens- und Rentenversicherungen. Fast alle Pools meldeten einen Anstieg des LV-Anteils, während das Geschäft mit Investmentfonds und Beteiligungen überall zurück ging.
Eine weitere Gemeinsamkeit der Pools liegt darin, dass sie ihre Leistungen meist kostenlos zur Verfügung stellen. Hier ein kurzer Überblick:
IT und Software
Vier von fünf Pools bieten ein Maklerverwaltungsprogramm oder CRM an. Außerdem gaben die Teilnehmer der Studie an, die Komplexität ihrer Online-Plattform für Vermittler zu reduzieren indem sie Vergleichs- und Tarifierungsprogramme integrieren. Für den Marktvergleich zu Versicherungen und die Anlageberatung setzten die Pools Programme etablierter Anbieter ein.
Betrieb und Organisation
Fast alle befragten Unternehmen verfügen über ein eigenes Produktresearch und rund drei Viertel erstellen ihren Partnern Angebote oder Empfehlungslisten. Ein Drittel der Pools unterstützt die Schadenbearbeitung. Als Backoffice-Services werden auch Verwaltung der Bestände sowie Übernahme von Buchhaltung und Controlling angeboten.
Einige Unternehmen assistieren ihren Vertriebspartnern bereits bei der Gewinnung von Mitarbeitern für Backoffice und Vertrieb, ein Drittel agiert auch als Unternehmensberatung.
Fairness zählt
Bei der Frage, worauf es den Pools bei den Produktgebern ankommt, antworteten diese folgendermaßen:
| Die wichtigsten Forderungen von Pools und Verbünden an Produktgeber* | |
|---|---|
| Weiterzahlung Courtage nach Vertragsbeendigung | 92 |
| Sicherheit der Daten/ Datenschutz | 91 |
| Abwicklung Makleraufträge | 82 |
| Feste Ansprechpartner | 82 |
| Online-Rechentools | 78 |
| Abrechnung in Dateiformat | 78 |
| Fest definierte Abläufe und Service-Level | 78 |
| *Skala von 0 bis 100 Punkte; 100: unverzichtbar Quelle: BrunotteKonzept |
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