Ich war`s nicht!

 

Schon wieder sitzt ein Unschuldslämmchen auf der Anklagebank der amerikanischen Kommission zur Aufklärung der Finanzkrise. Joseph Cassano spielte eine Hauptrolle im US-Drama. Wie die meisten Verantwortlichen ist aber auch er sich keinerlei Schuld bewusst.

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„The man who crashed the world“, so titelte der Bestseller-Autor Michael Lewis in einem Artikel über Cassano. Vergangenen Mittwoch sagte der ehemalige Top-Manager der American International Group (AIG) erstmals vor der Financial Crisis Commission (FCIC) öffentlich aus. Die Kommission untersucht mögliche Ursachen der Krise.
Selbstbewusst gab der 55-Jährige zu Protokoll, keine wirtschaftlichen Verluste in seinem Portfolio erwartet zu haben.
Der Ex-Manager verwaltete bei AIG die Londoner Derivate. Er beaufsichtigte Verträge im Wert von 2.000 Milliarden Dollar. Überfordert hat ihn die Arbeit aber nicht. Auch sein ehemaliger Kollege Robert Lewis, der zur Anhörung geladen war, konnte in seinen Entscheidungen keine Fehler feststellen. Lewis ist bei AIG Chef in der Abteilung Risikomanagement. Die verbrieften Hypothekenkredite, die dem Unternehmen zum Verhängnis wurden, seien konservativ strukturiert gewesen. Nach einer Flaute hätten sie sich auch wieder erholt.
Die AIG, einst weltgrößter Versicher, war 2008 am Rande des völligen Zusammenbruchs. Als die Hauspreise in den USA einbrachen, geriet das Unternehmen in massive Zahlungsnot. Die Regierung musste mit fast 200 Milliarden Dollar aushelfen. Heute ist Washington Hauptaktionär des Konzerns.

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 Eine Antwort zu “Ich war`s nicht!”
  1. reiner Tiroch sagt:

    Bei uns wollen auch alle aufklären und halten sich zurück, haben gedächtnislücken und behaupten so unschuldig zu sein. Für diese böse anhaltende krise welche für beendet erklärt wurde, kann auch niemand etwas. Angeblich kostete sie bei uns ja auch nur 25 mrd. deshalb gibt es überall nur jede menge unschuldslamperl.

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