Four Seasons sucht Käufer

 

Seit der Krise konnte sich der Hotelimmobilienmarkt zwar etwas erholen, doch Grund zu Luftsprüngen gibt es noch lange nicht. Bei den Investoren sitzt das Geld nicht gerade locker. Für das zweite Halbjahr 2010 erwartet man bei Jones Lang LaSalle allerdings einen Aufwärtstrend.

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Das Hoteltransaktionsvolumen in der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) lag im ersten Halbjahr 2010 mit rund 1,6 Milliarden Euro zwar etwa 6 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007, mit einem Volumen von 9 Milliarden Euro, gibt es allerdings noch reichlich Spielraum für Verbesserungen bei dem Immobilienunternehmen. „Nach wie vor agieren Investoren aufgrund der nur langsamen Erholung des Hotelmarktes sowie der eingeschränkten Verfügbarkeit von Fremdkapital sehr vorsichtig. Die Verhandlungen sind dadurch wesentlich langwieriger und auch komplexer als vor der Krise. Es müssen daneben natürlich auch noch Faktoren wie unterschiedliche Rendite- und somit Preisvorstellungen überein kommen“, erklärt Christoph Härle, Jones Lang LaSalle Hotels Managing Director. Während das Volumen bei den Einzeltransaktionen mit 1,3 Milliarden Euro ein Wachstum von rund 18 Prozent verzeichnete, wurde für das Ergebnis bei den Portfoliodeals ein deutlicher Rückgang registriert. Großvolumige Deals (Einzel- und Portfolio) blieben, wie im vergangenen Jahr, eher die Ausnahme. Lediglich acht der insgesamt 47 Transaktionen hatten einen Kaufpreis von über 50 Millionen Euro.

Was die geografische Herkunft des Kapitals anbelangt, gab es im ersten Halbjahr 2010 auch Veränderungen. Zwar dominierten mit einem Anteil von 47 Prozent auch im laufenden Jahr Investments im eigenen Land (1. Halbjahr 2009: 58 Prozent), der Anteil grenzüberschreitender Investitionen innerhalb Europas legte aber von 18 Prozent auf 34 Prozent deutlich zu. Das höchste Hotelinvestmentvolumen registrierte dabei das Vereinigte Königreich (über 300 Millionen Euro), gefolgt von Frankreich (rund 270 Millionen Euro) und Italien (ca. 190 Millionen Euro). Deutschland zeigt zur Jahresmitte ein Volumen von rund 130 Millionen Euro. Vor allem das Interesse an Hotels in London und Paris sei stark gestiegen.

„Für das zweite Halbjahr 2010 erwarten wir mehr Bewegung auf dem Hotelinvestmentmarkt. Es sind derzeit einige Deals, auch mit größeren Volumina, in Verhandlung; der eine oder andere steht bereits kurz vor Abschluss. Einige Käufer gehen davon aus, dass die Talsohle erreicht ist. Somit fällt es bei Erwartung steigender Einnahmen und Cash-Flows etwas einfacher, die am Markt geforderten Renditen zu akzeptieren“, so Härle. Und weiter: „Darüber hinaus sehen wir durch die Verkäufe der Royal Bank of Scotland und anderer Banken auch mehr Aktivität bei der Portfoliobereinigung. Das wird weiter zunehmen. Insgesamt rechnen wir für 2010 mit einem Volumen auf dem Hotelimmobilienmarkt, das sich über dem Ergebnis von 2009 (3,1 Milliarden Euro), aber unter 5 Milliarden Euro bewegen wird. Das wäre dann die Hälfte des durchschnittlichen Jahresvolumen in den vergangenen 10 Jahren.“

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