Aktien? Nein danke!
Mit hohen Aktienquoten gingen deutsche Versicherer einst baden. Auch derzeit sind aufgrund von schwankenden Märkten Investitionen in Aktien riskant. Nun sucht die Branche händeringend nach neuen Anlagemöglichkeiten.
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Lange Zeit trieben Assekuranzen die Märkte aktiv an. Mit Aktienquoten von 20 Prozent und mehr waren die Gesellschaften Mitverursacher einer Marktblase, die 2001 platzte.
Die Branche verlor viel Eigenkapital und lernte aus ihren Fehlern. Aufgrund der momentanen volatilen Marktsituation, fuhren die Unternehmen ihre Aktieninvestitionen herunter. So senkte die Allianz ihre Aktienquote der weltweit 427 Milliarden Euro Kapitalanlagen von 18 Prozent in 2007 auf 7 Prozent. Andere Versicherer wie Talanx liegen bei einer Aktienquote von weit unter 2 Prozent. Investitionen in Unternehmensanleihen, Pfandbriefe oder Immobilien sind den Versicherungen derzeit lieber.
Hinzu kommt, dass 2013 die EU-Richtlinie Solvency II in Kraft tritt. Nach dieser benötigen die Gesellschaften rund 40 Prozent Eigenkapital, wenn sie in Aktien anlegen. Bei Investitionen in Staatsanleihen dagegen nur 4 Prozent.
Das momentane niedrige Zinsniveau könnte die Assekuranzen aber in Schwierigkeiten bringen. Etwa die Hälfte ihrer Kapitalanlagen entfällt auf Lebensversicherungen. Die Versicherer sind verpflichtet ihren Kunden jährlich 3,4 Prozent garantiert gutzuschreiben. Mit Bundesanleihen lassen sich selbst über einen Zeitraum von zehn Jahren höchstens 2,5 Prozent einfahren. Nun sucht die Branche nach höher verzinsten Anlagemöglichkeiten.
Eine Antwort zu “Aktien? Nein danke!”
2.07.2010 um 18:04
Sehr geehrte Redaktion,
wenn die Lebens-und Rentenversicherungs- Vorstände heute noch nicht einmal eine Mischkalkulation von mehr als 5 % p.a. erreichen ist das schon skandalös und zeugt von wenig Sachkenntnis der möglichen Vemögensanlagen insgesamt. Durch spezielle Vermögensverwaltungs-Manager wurden für meine Anleger von 04. 2002 bis 05. 2010 netto mehr als 8,5 % p.a. mittels Misch- und Rentenfonds + durch fachliche Auswahl erreicht. Warum schaffen diese Dtsche. LV`S diese Erträge nicht, obwohl die Mindestlaufzeiten mehr als 15 Jahre im Durchschnitt für die Geldrücklagen im Deckungsstock
zur Verfügung stehen. Quo Vadis Deutsche Assecurancia ?
Mit freundlichen Grüßen Klaus Porath Finanz-Kfm.seit 1979