Kein Ende in Sicht
Mit einem Wert von kurzzeitig 1.150 US-Dollar pro Feinunze kletterte der Goldpreis am Mittwoch auf ein neues Rekordhoch. Der Preis für das Edelmetall ist damit seit Jahresbeginn um 35 Prozent gestiegen. Ein Ende dieses Aufwärtstrends ist noch lange nicht in Sicht.
Bedingt durch einen niedrigen Leitzins, liegt die Hauptursache dieser Entwicklung in der müden US-Währung, in welcher Gold gehandelt wird. Der schwache Dollar lockt private als auch institutionelle Investoren aus dem Ausland an, die den Rohstoff günstig kaufen können. Die steigende Nachfrage treibt den Preis für das Edelmetall immer weiter in die Höhe. Doch auch andere Faktoren spielen noch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung. „Der Goldmarkt ist leider nicht sehr transparent“, erklärt Sascha Rieken, Rohstoff-Experte bei Feri Finance AG. So fördert weiterhin eine hohe Staatsverschuldung die Betätigung der Notenpresse. Die Ausweitung der Geldmenge und die damit einhergehende Inflation, begünstigen den Anstieg des Goldpreises.
Rieken prognostiziert, dass sich der Goldpreis in den nächsten drei Jahren leicht verdoppeln könnte: „Während der Wert anderer Rohstoffe, wie Silber oder Agrarprodukte, immer von besonderen Faktoren wie dem Konjunkturverlauf oder der Entwicklung des Wetters abhängt, bleibt Gold von solchen Einflüssen unabhängig. Gold ist damit in seiner Funktion als Wertaufbewahrungsmittel konkurrenzlos.“
Für viele Marktteilnehmer erscheint das Edelmetall gerade in einer Wirtschaftskrise als sichere Kapitalanlage. Bei einer Investition in Gold bieten sich dem Anleger zwei Möglichkeiten: er kann mit Wertpapieren handeln oder Gold direkt kaufen. Ein physischer Erwerb suggeriert den meisten Käufern zwar das Gefühl von Sicherheit, kann aber je nach An- und Verkaufsspanne mit hohen Kosten verbunden sein. Bei Münzen gilt grundsätzlich die Regel, je kleiner die Stückelung desto höher ist die Kostenspanne. Zudem können hohe Einlagerungsgebühren auf den Käufer zukommen. So zahlt man bei der Deutschen Bank je nach Größe zwischen 59,50 Euro und 476 Euro pro Jahr für ein benötigtes Schließfach.
Für die kostengünstigere Variante mittels Wertpapiere, eröffnen sich dem Anleger verschiedene Wege. Entweder wird direkt über die Börse gehandelt oder in entsprechende Goldzertifikate, Goldfonds oder Gold-ETFs .
Eine Antwort zu “Kein Ende in Sicht”
5.02.2010 um 22:34
Ein vorzüglicher und prägnanter Artikel!
Ich fühle mich dadurch aufs Beste informiert!