„80 Millionen Menschen wollen versorgt werden“

 

0509_logistikimmobilien_interviewprocontra: Was genau sind Logistikimmobilien?
Simon Beyer:
Darunter versteht man Immobilien, die zur effizienten Lagerung, Kommissionierung und Distribution von Waren und Gütern benutzt werden. Idealerweise handelt es sich dabei um Immobilien an Verkehrsknoten wie Metropol- und Industrieregionen, Häfen, Flughäfen oder Autobahnkreuzungen. Die wichtigsten Hubs in Deutschland sind: Rhein-Main-Gebiet, Rhein-Ruhr, Hamburg, Düsseldorf/Köln, Bremen, München, Berlin, Stuttgart, Nürnberg, Hannover, Kassel, Leipzig/Halle.

procontra: Was schätzen Investoren?
Beyer: Aufgrund der attraktiven Rendite eignen sich Logistikimmobilien insbesondere zur Beimischung in größeren Immobilienportfolios wie zum Beispiel in denen der off enen Fonds oder Versicherungen. Diese Investoren schätzen die langfristig stabilen Einnahmen mit einem vergleichbar geringen Managementaufwand. Zudem gibt es auf Logistikinvestments spezialisierte Investoren wie Spezialfonds, ausländische Immobilienfonds sowie Privatinvestoren. Auch LaSalle Investment Management (LIM), unsere eigene Investmentgesellschaft, ist sehr engagiert bei solchen Investments. Das Logistic Point Cologne (LPC) in Pulheim bei Köln, ein LIM-Investment, war beispielsweise innerhalb weniger Monate geplant, gebaut und voll vermietet.

procontra: Wie groß ist der Schaden durch die Wirtschafts- und Finanzkrise?
Beyer: Auch die Logistikbranche leidet unter der Krise. Das gilt vor allem für die mit jenen Industrien verbundene Logistik, die einen großen Anteil im Exportbereich haben. Andere Bereiche wie die Versorgung von Metropolregionen oder bestimmte Nischen stehen auch derzeit relativ stabil da. Die Binnenwirtschaft funktioniert immer. Denn über 80 Millionen Menschen wollen versorgt werden – mit allem, was zum Leben und Arbeiten dazugehört.

procontra: Gibt es Anzeichen, dass sich die betroff enen Bereiche in Kürze erholen?
Beyer: Eine Erholung der Logistikbranchen ist eng mit der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung verbunden. Generelle Frühindikatoren für das Wirtschaftswachstum deuten bereits auf eine Erholung hin. Endgültige Klarheit wird es aber erst Mitte 2010 geben. Erst dann ist klar, wie die Banken mit notwendig werdenden Refi nanzierungen umgehen.

procontra: Wie können Privatanleger in Logistikimmobilien investieren?
Beyer: Privatinvestoren können insbesondere über indirekte Anlagen in geschlossenen Fonds oder Spezialfonds gezielt in Logistikimmobilien investieren.

procontra: Was genau sind Logistikimmobilien?

Simon Beyer: Darunter versteht man Immobilien, die zur effi zienten

Lagerung, Kommissionierung und Distribution von Waren und Gütern

benutzt werden. Idealerweise handelt es sich dabei um Immobilien an

Verkehrsknoten wie Metropol- und Industrieregionen, Häfen, Flughäfen

oder Autobahnkreuzungen. Die wichtigsten Hubs in Deutschland sind:

Rhein-Main-Gebiet, Rhein-Ruhr, Hamburg, Düsseldorf/Köln, Bremen,

München, Berlin, Stuttgart, Nürnberg, Hannover, Kassel, Leipzig/Halle.

procontra: Was schätzen Investoren?

Beyer: Aufgrund der attraktiven Rendite eignen sich Logistikimmobilien

insbesondere zur Beimischung in größeren Immobilienportfolios

wie zum Beispiel in denen der off enen Fonds oder Versicherungen.

Diese Investoren schätzen die langfristig stabilen Einnahmen mit einem

vergleichbar geringen Managementaufwand. Zudem gibt es auf Logistikinvestments

spezialisierte Investoren wie Spezialfonds, ausländische

Immobilienfonds sowie Privatinvestoren. Auch LaSalle Investment

Management (LIM), unsere eigene Investmentgesellschaft, ist sehr

engagiert bei solchen Investments. Das Logistic Point Cologne (LPC)

in Pulheim bei Köln, ein LIM-Investment, war beispielsweise innerhalb

weniger Monate geplant, gebaut und voll vermietet.

procontra: Wie groß ist der Schaden durch die Wirtschafts- und Finanzkrise?

Beyer: Auch die Logistikbranche leidet unter der Krise. Das gilt vor

allem für die mit jenen Industrien verbundene Logistik, die einen großen

Anteil im Exportbereich haben. Andere Bereiche wie die Versorgung

von Metropolregionen oder bestimmte Nischen stehen auch

derzeit relativ stabil da. Die Binnenwirtschaft funktioniert immer. Denn

über 80 Millionen Menschen wollen versorgt werden – mit allem, was

zum Leben und Arbeiten dazugehört.

procontra: Gibt es Anzeichen, dass sich die betroff enen Bereiche in

Kürze erholen?

Beyer: Eine Erholung der Logistikbranchen ist eng mit der allgemeinen

Wirtschaftsentwicklung verbunden. Generelle Frühindikatoren für das

Wirtschaftswachstum deuten bereits auf eine Erholung hin. Endgültige

Klarheit wird es aber erst Mitte 2010 geben. Erst dann ist klar, wie die

Banken mit notwendig werdenden Refi nanzierungen umgehen.

procontra: Wie können Privatanleger in Logistikimmobilien investieren?

Beyer: Privatinvestoren können insbesondere über indirekte Anlagen

in geschlossenen Fonds oder Spezialfonds gezielt in Logistikimmobilien

investieren.

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