Neues im Regelbuch
Mit Beginn der neuen Golfsaison sind auch alle Freizeitgolfer angehalten, ihr Bag auf einen regelkonformen Driver hin zu untersuchen. Alle vier Jahre überarbeiten der Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews (R&A) und die United States Golf Association (USGA) die Golfregeln. Was sonst eher die Spielgeschehnisse und Balllagen entlang der Spielbahnen betritt, schränkt seit Jahresbeginn auch die Ausrüstung von Amateur- und Freizeitgolfern ein. Es geht dem Driver an den Kragen.
Oder besser gesagt: an den Schlägerkopf. Denn auch im Amateurbereich müssen seit Jahresbeginn jene Driver aussortiert werden, die einen zu hohen Trampolineffekt beim Abschlag aufweisen. Technisch formuliert: Überschreitet die Dauer des Kontakts zwischen Ball und Schlagfläche 239 Mikrosekunden, darf dieser Driver nicht mehr benutzt werden. Zum Vergleich: Ein Mensch benötigt ungefähr 400 mal länger für einen einzelnen Wimpernschlag. Hinzu kommt aber immerhin noch eine Toleranz von 18 Mikrosekunden. Die R&A hat mittels Messverfahren die Sünder in der Liste „Non-Conforming- Driver“ im Internet unter www.randa.org veröffentlicht. Als Pendant dazu sind auch alle zulässigen Modelle aufgeführt. Für die Professionals gilt die Regelung bereits seit 2004. Das hindert die Longhitter wie Bubba Watson oder John Daly zwar nicht daran, ihre Drives jenseits der 300- Yard-Marke zu platzieren und anschließend auf einem Par- 5 das Grün anzugreifen. Richtig war diese Beschränkung dennoch und im Sinne der Golfclubs allemal. Strategisch angelegte Golfbahnen liefen mehr und mehr Gefahr, durch die endlose Weitenjagd der Schlägerindustrie ihren Charakter zu verlieren. Obwohl es sicher schön gewesen wäre, auch als Amateur mal einen Eagle-Putt vor sich zu haben. So stand den kostenintensiven Anpassungsarbeiten der Spielbahnen die preiswerte Festlegung eines höchstzulässigen Trampoline ekts gegenüber. Der Reiz des Spiels bleibt so weiter gewahrt. Angekündigt wurde die diesjährige Ausweitung auf den Amateurbereich bereits im Jahr 2002. Dementsprechend sollten Handel und Aktive vorbereitet sein. Dennoch fehlt vielen Spielern noch immer ein passender sowie regelkonformer Driver in ihrer Golftasche. Die nachstehende Auswahl an Schlägern zählt zu den aktuellen High-End-Lösungen auf dem Golfmarkt. Natürlich erfüllen sie zudem auch die Vorgaben aus Schottland. Im Kurztest standen eher subjektive Kriterien im Vordergrund, die jedoch die Kaufentscheidung erheblich mitentscheiden. Neben Fehlertoleranz und Gefühl im Treffmoment gab es Punkte für die Optik in der Ansprechposition und den Klang. Denn das unverkennbare „Pling“ eines perfekt getro enen Drives erwärmt jedes Golferherz und wird eigentlich nur durch das „Plock“ eines 5-Meter Birdie Putts übertroffen.
Neues im Bag
![]() |
![]() |
![]() |



